Die 10 besten Marketing-Tipps für Hochzeits-DJs

Ein Paar beim Hochzeitstanz. Foto: Grigoriev Ruslan
Ein Paar beim Hochzeitstanz. Foto: Grigoriev Ruslan

Markus Rosenbaum ist hauptberuflicher Hochzeits-DJ. Ihm ist es gelungen, sich in den wenigen Jahren, in denen er sich selbstständig gemacht hat, erfolgreich in der Liga der Top-DJs für Hochzeiten in Deutschland zu positionieren. Seine Hochzeitspaare zahlen im für seine Auftritte gerne Gagen im vierstelligen Bereich. Das sind Summen, von denen viele andere DJs nur träumen können.

Markus ist nicht nur ein liebenswerter Kerl und ein Super-DJ, sondern hat ein Faible für Marketing. Er sagt von sich selbst, dass sein Marketing für seinen Erfolg unglaublich wichtig ist. In diesem Gastbeitrag verrät uns Markus seine zehn wichtigsten Marketing-Tipps als Hochzeits-DJ.


1. Sei du!

Dürfte ich nur einen Tipp loswerden, wäre es dieser! Ich sehe so viele Anbieter am Markt, die andere kopieren, etwas darstellen, was sie nicht sind. Brautpaare möchten ehrliche und authentische „Partner“ als DJ haben, die zu ihnen und ihren Werten passen. Spätestens beim persönlichen Kennenlernen wird eh klar, ob ihr zueinander passt oder nicht, also zeige am besten direkt wer Du bist und wer nicht!

2. Imponiergehabe durch Technik kannst Du vergessen

Ein Punkt, den viele hier nicht gerne lesen werden: Vergiss es,  Brautpaare durch besonders detaillierte und technische Angebote für Dich zu gewinnen. Bräute und Bräutigame wollen optisch ansprechende Technik, die ordentlich aufgebaut wird und gut klingt – fertig! Was das mit Marketing zu tun hat? Nun ja, bei vielen DJs habe ich den Eindruck, dass sie ihre Technik in den Vordergrund stellen statt sich, aber: Menschen buchen Menschen, nicht Maschinen.

3. Sagt was Du nicht kannst oder nicht willst

Im Rahmen Deiner Positionierung solltest Du die für DICH wichtigen Fähigkeiten kommunizieren, die Du verkörperst. Wer genau diese sucht, wird Dich buchen und Du wirst Brautpaare finden, die Dich und Deine Dienstleistung zu schätzen wissen. Ich mache an diversen Stellen meiner Homepage klar, dass ich kein Moderator, kein Alleinunterhalter, kein Animateur bin und somit jede Anfrage bei mir, die in diese Richtung geht, verschwendete Zeit für alle Beteiligten bedeutet.

4. Finde Dein Medium

Klar, eine gute Homepage, von denen es immer noch sehr wenige gibt, ist die Grundlage und ein Muss. Aber darüberhinaus höre ich von vielen DJs: Facebook, Googleplus, Snapchat, Instagram, Linkedin, XING, Twitter, Podcast…wer soll das alles bedienen? Niemand! Finde DAS oder DIE wenigen Medien, die zu Dir passen und bediene diese konsequent und gut. Jeder, der alle Kommunikationskanäle bedient, wird scheitern und nichts so richtig gut machen.

5. Baue Dir ein qualitativ hochwertiges Offline-Netzwerk auf

Selektiere sinnvoll, mit wem Du zusammenarbeiten möchtest und baue Dir ein kleines, aber feines Netzwerk an Dienstleistern und über kurz oder lang nicht zuletzt Freunden auf und Dein Hochzeitsbusiness wird auf das nächste Level springen.

6. Umgib Dich nicht nur mit DJs

Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen Du am meisten Zeit verbringst. Nicht von mir, aber macht nix. Das Zitat von Jim Rohn sagt vor allem eines: Umgib Dich mit Partnern, die Dir gut tun und Dich weiterbringen. Das können DJs sein, aber eigentlich nur jene, die schon dort sind, wo Du hinmöchtest. Tausche Dich aber vor allem auch mit anderen Dienstleistern der Hochzeitsbranche und auch mit Branchenfremden aus.

7. Investiere in Dein Wissen

Stillstand ist der Tod. Lege jedes Jahr ein festes Budget für Weiterbildungen zur Seite. In meinem Fall habe ich als Hausnummer 5% vom Jahresumsatz definiert. Diese 5.000 Euro habe ich im Jahr 2016 zu 50% in Onlinekurse und zu 50% in Seminare und Workshops, Konferenzen, den deutschen Hochzeitskongress und ähnliche Veranstaltungen gesteckt. Wer kurzfristig investieren möchte, dem kann ich die Online Marketing Rockstars Konferenz in Hamburg und meinen eigenen Marketing-Workshop für DJs ans Herz legen.

8. Führe persönliche Vorgespräche

Ich höre immer wieder von DJs, die ein Angebot rausschicken und sich wundern, warum keine Antwort kommt. Sei aktiv, greife zum Hörer und vor allem: Führe unbedingt persönliche Vorgespräche. Ich mache ein persönliches Vorgespräch (mindestens per Skype Videocall, besser face-to-face) zur Bedingung dafür, überhaupt ein Angebot rauszuschicken! Meine Buchungsquote liegt bei 85%, so schlecht kann der Ansatz also nicht sein 🙂

9. Der Preis ist kein Verkaufsargument

Leute, hört auf Euch gegenseitig im Preis zu battlen. Es wird immer jemanden geben, der „das Gleiche“ für ’nen Hunderter weniger anbietet! Also streiche das Thema Preis als Argument „für Dich“ aus Deinem Kopf. Finde durch die konsequente Umsetzung Deines Marketings und Deiner Positionierung jene Brautpaare, denen es nicht darum geht, den besten Preis zu finden, sondern den für sich besten DJ. Mein durchschnittliches Booking liegt – bei aktuell 54 gebuchten Hochzeitsterminen für 2017 – bei 1.783 €. Preisdiskussionen seitens meiner Hochzeitspaare habe ich so gut wie nie. Wenn doch, reagiere ich praktisch nie mit Rabatten, sondern immer mit kleinen Dreingaben (z.B. Akkufloorspots on top) und schon ist man sich einig.

10. Vergiss Google Adwords

Stecke Dein Geld in guten Content und eine gut designte Website und Dein Bookingkalender wird aus allen Nähten platzen. Ich habe 2016 exakt 0 Cent in Google Ads investiert.


über Markus Rosenbaum

Markus ist 42 Jahre alt, seit 20 Jahren DJ und hat BWL mit den Schwerpunkten Marketing und Kommunikation studiert. Seit 3 gut drei Jahren betreibt es das DJing hauptberuflich, mit starkem Fokus auf Hochzeiten. Markus spielt etwa 100 Abende im Jahr – mehr möchte er nicht.

über den DJ Marketing Workshop am 12.03.2017 in Düsseldorf

In seinem Workshop vermittelt Markus anderen Hochzeits-DJs das Wissen, um durch glaubhafte und authentische Positionierung und perfekten Service für Brautpaare der eigenen Bookingsituation einen deutlichen Schub zu verpassen. Verständlich, schnell, nachhaltig und für jeden anwendbar.


Setzt du manche der Tipps von Markus bereits um? Oder hast du selbst noch weitere Tipps auf Lager, die aus Deiner Erfahrung besonders gut funktionieren? Ich freue mich auf Deine Nachricht in den Kommentaren …

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