Musik & Mixen

Die 3 wichtigsten Effekte für DJs, EQ und Filter erläutert

DJ am Mischpult
DJ am Mischpult. Foto: agenturwhitedesk/Fotolia

Gastbeitrag von Ben Stereomode

Es gibt viele Effekte für den DJ und für den Musikproduzenten, aber was bewirken diese und wann macht es Sinn, diese zu verwenden? Die wichtigsten Effekte, die von DJs regelmäßig benutzt werden, erkläre ich Dir zusammen mit EQ und Filter in diesem Artikel. Dazu gebe ich Dir einige Beispiele, wie Musikproduzenten dieses Werkzeug einsetzen, so dass Du noch besser verstehst, was in der Musik vor sich geht und wo Du als DJ noch was drauf setzen kannst.

Equalizer (EQ)

Der EQ ist praktisch auf jedem DJ-Controller und Mischpult mit drei Knöpfen in jedem Kanalzug vertreten: aufgeteilt in Höhen/High, Mitten/Mid und Bass/Low wird es Dir ermöglicht, gezielt auf die einzelnen Frequenzbereiche eines Tracks einzuwirken und diese anzuheben oder zu vermindern.

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Individuelle Anpassungen des EQs bei langen Übergängen sind quasi ein Muss, da die Überlagerung von gleichen Frequenzen oftmals ein Killer ist. Vor allem bei Bassfrequenzen die die meiste Energie besitzen, kommt es unweigerlich zu Problemen, wenn zwei Musikstücke zusammengemischt werden, ohne zumindest den Bassanteil eines Tracks herauszufiltern. Sonst kommt es technisch zu Übersteuerungen und es hört sich oftmals auch schlecht an, wenn unterschiedliche Kickdrums und Bass-Läufe miteinander kollidieren.

Durch die EQ Einstellungen kannst Du sehr genau einstellen, welche Teile welches der zu mischenden Tracks wie dominant zu hören ist und welcher sich langsam unter das dominante Musikstück mixt. Wenn Du keine plötzlichen Übergänge möchtest, sondern Übergänge über 16 oder gar 32 Taktschläge oder gar länger, klingen langsame Fades mit Hilfe des EQs am „organischsten“.

Beispiele:

EQ mit abgesenkten Höhen und Tiefen
In diesem Beispiel ist der Bass extrem vermindert und die Höhen sind auch abgesenkt. Das könnten die EQ – Einstellungen sein für einen Track der gerade dem dominanten Track hinzugemixt wird. Bild: Ben Stereomode

 

EQ in neutraler Position
In dieser Abbildung ist zu sehen, dass unser Track, den wir dazu mischen keine expliziten EQ Einstellungen mehr hat. Bereits vorher sollte der zuvor dominante Track im Bassbereich verringert werden, so dass der neue Track gut zu hören ist und die dominante Rolle übernimmt. Bild: Ben Stereomode

In der Musikproduktion sind individuelle EQ-Einstellungen für praktisch jedes Element im Track ein Muss. Gute EQ-Einstellungen geben einem Musikstück Klarheit, Definition und Größe. Frequenzen die bei bestimmten Elementen nicht benötigt werden, werden vermindert oder entfernt. Frequenzen, die besonderer Definition bzw. Lautheit bedürfen, können durch Anhebung der EQ-Einstellungen verstärkt werden.

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