DJ Mixe einfach von Soundcloud zu Mixcloud übertragen

von Soundcloud zu Mixcloud
von Soundcloud zu Mixcloud

In den letzten Monaten gab es immer wieder Berichte, dass Soundcloud unter Druck der Musikindustrie gerät und deshalb zunehmend härter gegen hochgeladenes Material vorgeht, bei dem die Rechte nicht eindeutig geklärt sind.

Ursprünglich eine Online-Plattform, auf der Musiker und Produzenten ihre Werke präsentieren und zum Teil zum Download anbieten, wurde Soundcloud über die Jahre auch zunehmend von DJs genutzt, die dort ihre Mixe zum Streamen oder Download anbieten.

Zeitgleich mit der letzten Welle von gesperrten Remixen, Mixen und Accounts auf Soundcloud, bietet Mixcloud nun ein Tool an, um Deine Mixe – so sie dort noch nicht gesperrt sind – mit minimalem Aufwand von Soundcloud auf Mixcloud zu übertragen. Registrierte Mixcloud-Nutzer wurden per E-Mail über das Tool informiert, bei mir wurde es auch auf der Mixcloud Homepage beworben. Nach der Eingabe der Anmeldedaten für Soundcloud taucht es dort nicht mehr auf, ist aber über die URL https://www.mixcloud.com/soundcloud/import/ jederzeit zu erreichen.

Das Tool befindet sich derzeit in der Beta-Phase. funktioniert aber schon zuverlässig. Das Login erfolgt mit den Anmeldedaten von Soundcloud, Facebook oder Google+. Danach werden Dir alle Deine Soundcloud Einträge mit Namen und Länge übersichtlich angezeigt. Durch Klick kannst Du auswählen, welche Stücke kopiert werden sollen.

Übertragen werden Mixe, Radiosendungen und Podcasts, da nur diese akzeptiert werden, aber keine einzelnen Tracks. Im Gegensatz zu Soundcloud und so ziemlich allen anderen Portalen hat Mixcloud ein Vergütungsmodell gefunden, das die Rechteinhaber der in den Mixen benutzten Stücke an den Umsätzen beteiligt. Deshalb ist es bei Mixcloud allerdings nicht möglich, die Mixe herunterzuladen. Dafür gibt es Mixcloud mit Apps für iOS und Android aber auch auf allen wichtigen mobilen Plattformen, so dass die Hörer praktisch überall und jederzeit Deine Mixe hören können.

Unter anderem wegen des Vergütungsmodells wirst Du angehalten, Deine Mixe mit einer Trackliste zu versehen, die wohl die Grundlage für die Abrechnung ist. Viel wichtiger ist aber, dass die Trackliste ein tolles Tool für die Hörer ist, um das eine Lied in weiteren Mixen anderer DJs zu entdecken und ihnen außerdem hilft, die Musik in Deinem Mix kennenzulernen. Erspart man sich doch so auch Tausend Nachfragen der Art „wie heißt der tolle Track, den Du ab 38:27 reinmixt?“.

Mixcloud ist für die Hörer und Uploader grundsätzlich kostenlos. Es bietet eine unbegrenzte Anzahl von Uploads und unbegrenztes Hören. In der Basis Version wird Dein Auftritt als Uploader mit Banner-Werbung versehen, über die das Geld generiert wird, das an die Musiker geht. Sowohl Hörer als auch Uploader können auf einen kostenpflichtigen Account upgraden. Für die Hörer (Premium Account) verschwindet damit die Werbung auf Mixcloud. Uploader (Pro Account) erhalten umfangreiche Statistik-Tools, können Uploads zeitgesteuert freigeben und ihr Auftritt wird auch für Hörer mit einem Basic Account ohne Werbung präsentiert.

Die Frage ist, wie lange Soundcloud für DJs und Ihre Mixtapes noch irgendwie interessant ist. Ich gehe davon aus, dass das attraktive Wechsel-Angebot von Mixcloud die bestehende Abwanderung von Soundcloud – freiwillige wie unfreiwillige – kräftig beflügeln wird. So einfach es ist, die Mixe zu transferieren, so wenig ist es allerdings möglich, auch die Follower und Kommentare zu übertragen. Damit heißt es also, für Deinen Mixcloud Auftritt ordentlich Marketing zu machen, um viele neue Follower zu gewinnen.

 

Welche Erfahrungen hast Du mit Deinen DJ Mixen auf Soundcloud und Mixcloud gemacht? Auf welchen anderen Plattformen bietest Du Deine DJ Mixe auch noch  an?  Schreib uns in die Kommentare …

 

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