Neueste Nachrichten

FLAC Support in MacOS 10.13 High Sierra

FLAC Logo
FLAC. Grafik: Xiph.Org Foundation

in der kommenden Version von MacOS 10.13 namens High Sierra integriert Apple die Unterstützung für das FLAC Audio-Format in das Betriebssystem. Das berichtet das Computer-Magazin Mac & i aus dem heise-Verlag in seiner neuesten Ausgabe.

Die mit Abstand meisten digitalen DJs dürfte ihre Musik im MP3-Format oder – falls in iTunes gekauft – als M4A abspielen. Das sind datenreduzierte Dateiformate, bei denen aus Gründen der Platzersparnis Kompromisse bei der Klangqualität gemacht werden. Es gibt aber einen steigenden Anteil von DJs, die ihren Gästen Musik in der bestmöglichen Qualität präsentieren möchten. Diese nutzen entweder das WAV Format, ALAC oder FLAC.

Jedes dieser drei Format hat bislang mindestens einen gravierenden Nachteil:

WAV kann keine Meta-Daten, also Informationen über den Song wie Titel, Interpret oder Tonart, in der Datei ablegen. DJ Programme wie Traktor Pro oder Serato DJ speichern diese Informationen  in ihren Datenbanken und können sie so auch zu WAV-Dateien anzeigen. Bei einem Export des Tracks oder beim Wechsel zu einer anderen DJ Software stehen diese Informationen aber nicht zur Verfügung.

ALAC ist ein verlustfrei komprimierender Audio-Codec von Apple, der kann Meta-Daten in den Dateien Ablagen und ist wunderbar in die Apple-Welt integriert. iTunes kann mit diesen Songs umgehen wie mit MP3 oder M4A – kaufen kann man sie weder bei iTunes noch in einem anderen mir bekannten Musikportal. Und es gibt außer iPods kaum ein Gerät, dass sie Tracks abspielen kann. Auch im DJ-Bereich ist die Unterstützung dieses Formats sehr dürftig.

FLAC ist eine freier, verlustfrei komprimierender Audio-Codec. Wie ALAC und MP3 kann er prima mit Meta-Daten umgehen. In den letzten Jahren haben mehr und mehr DJ Weichwaren FLAC Unterstützung eingeführt. Es gibt nur noch wenige einfache bzw. ältere Programme, die nicht mit FLAC umgehen können, z.B. Serato DJ Intro oder DJuced. Auch bei DJ Hardware sieht es inzwischen gut aus, nachdem auch Pioneer DJ seit einiger Zeit bei allen neueren Playern das FLAC Format unterstützt. Die Denon DJ SC5000 können es vom Start an. Auch die Unterstützung in den meisten Musik-Portalen für DJs ist gegeben. Junodownload, Traxsource, Whatpeopleplay  – alle bieten es an. Mit Beatport als unrühmliche Ausnahme, die zwar schon lange auch WAV-Dateien anbieten.

Klingt also für FLAC eigentlich alles toll. Ist es auch – nur eben nicht für die Apple-Jünger (und dazu zählen neben den Mac-Nutzern auch alle DJs, die ihre Musiksammlung unter Windows mit iTunes verwalten). Bislang hat Apple das FLAC-Format nämlich sträflich ignoriert. Es konnte zwar auf den Apple-Geräten abgespielt werden, mit DJ-Software oder Programm wie VLC. Die tief im Betriebssystem integrierte Unterstützung wie z.B. MP3 oder M4A blieb ihm aber verwehrt. Also nicht mal eben mit „Leertaste“ einen Track anhören und dabei bequem Titel, Interpret etc. angezeigt bekommen. Kein Player z.B. in einer E-Mail. Und eben auch keine Integration in iTunes.

MacOS 10.13

Zumindest die Integration ins Betriebssystem soll mit macOS 10.13 kommen. Laut mac & i ist die FLAC-Unterstützung in der aktuellen Beta-Ausgabe von High Sierra integriert. Das wäre ein großer Schritt für alle DJs, die wert legen auf hochwertige Musikwiedergabe und heute mit einem Mac auflegen.

Im Beta-Test war wohl von einer Integration in iTunes noch nichts auszumachen, das kann sich in den nächsten Wochen bis zum Erscheinen der finalen Version von MacOS 10.13 aber noch ändern.

Anzumerken sei noch, dass Microsoft seit Windows 10 das FLAC-Format seit November 2014 im Windows Media Player unterstützt. Zeit für Apple, hier endlich nachzuziehen. Mac & i erwartet das für Herbst angekündigte MacOS 10.13 High Sierra in der finalen Version Ende September.

Nutzt du als DJ FLAC auf dem Apple? Wie löst du es heute? Und hast du wie ich auf die FLAC-Unterstützung in MacOS und iTunes schon lange gewartet?

 

Teilen

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here