Numark kündigt DJ Plattenspieler TT250USB an

Numark TT250USB
Numark TT250USB. Foto: Numark

Anlässlich der gerade in Atlantic City (USA) stattfindenden DJ Expo kündigt Numark den DJ Plattenspieler TT250USB. Numark hat ja bereits drei Plattenspieler im Programm, die sich alle dadurch auszeichnen, dass über die eingebaute Soundkarte und den USB-Anschluss Musik vom schwarzen Vinyl auf die Festpatte konvertiert werden kann. Sind die bisher erhältlichen Plattenspieler eher modern geformt, orientiert sich Numark mit dem TT250USB in Formsprache und Ausstattung ganz klar am Überplattenspieler für DJ, dem Technics SL-1210.

Numark TT250USB

Numark positioniert den TT250USB als professionellen, direkt getriebenen Plattendreher, der für den harten DJ Einsatz und andere Anwendungsmöglichkeiten geeignet sei, aber preisgünstig angeboten wird. Ein quartz-gesteuerter Motor mit hohem Drehmoment und ein Plattenteller aus Aluminium-Druckguss sind als Zutaten schon mal nicht schlecht. Eine robustes Tonabnehmer-System ist im Preis eingeschlossen und bereits montiert, so dass mit dem TT250USB gleich losgespielt werden kann, ohne Zeit & Gedanken an Montage eine Tonabnehmersytems zu verschwenden.

Der Tonarm des TT250USB hat die typische S-Form, die wir vom Technics SL-1210 kennen, wie bei diesem ist der Tonarm höhenverstellbar, so dass abhängig von Gummiauflage oder Dicke des verwendeten Slipmats immer die richtige Höhe eingestellt werden kann. Mit dem 1210er gemeinsam hat er auch den Pitchfader (+/- 10%), die Nadelbeleuchtung und die SME-Aufnahme für den Tonabnehmer, die auch bei einem möglichen Wechsel des Tonabnehmers eine kinderleichte Montage erlaubt. Die vier Füße des TT250 USB sind höhenverstellbar, so dass er optimal waagerecht ausgerichtet und – in Grenzen – an die Höhe des Mischpults angepasst werden kann.

Im Plattenspieler eingebaut ist eine Soundkarte, die die analogen Signale des Plattenspielers in digitale wandelt und über USB an einen Rechner weitergibt, wo sie auf Festplatte aufgezeichnet werden können. Ein klassischer Ausgang mit Phone-Signal, fest angebrachtem Kabel und Cinch-Steckern ist auch an Bord. Außerdem kann der Plattenspieler über eine 3,5 mm Miniklinkenanschluss ferngestartet werden, wenn das Mischpult diese Funktion unterstützt. Als Geschwindigkeiten stehen die klassischen 33 1/3 und 45 U/Min. zur Verfügung, mit Schellack-Platten (78 U/Min.) will sicher kaum jemand auflegen.

Nachdem Pioneer DJ gerade mit einem Tonabnehmer-System für DJs und dem hybriden Mischpult DJM-S9 die DJs umarmt, die mit DVS oder klassisch analog spielen, und Denon DJ mit der DS1 eine attraktive externe Soundkarte für DVS bringt, kommt jetzt auch Numark mit einem preisgünstigen DJ Plattenspieler. Der Wiederaufschwung der Schallplatte, die von DJs und einigen audiophilen Enthusiasten in ihren schwärzesten Jahren am Leben gehalten wurde, macht sich auch in der DJ Landschaft bemerkbar, wo es mehr und mehr Plattenjünger gibt. Der TT250USB ist preislich ausgesprochen attraktiv für Einsteiger auf der Suche nach zwei Decks zum Scratchen.

Von der Soundkarte für ich in der Preisklasse keine audiophilen Höchstleistungen erwarten. Wer ein hochwertiges hybrides Mischpult, einen ordentlichen Controller mit gutem Phono-Eingang oder gar eine separate Soundkarte hat, tut sicherlich gut daran, die Klangqualität der verschiedenen Optionen zu vergleichen, ehe er über viele Stunden Vinyls digitalisiert.

Ein Test muss zeigen, was Numark zu diesem ausgesprochen attraktiven Preis an Bauqualität abliefern kann. Hard-Core Turntablist werden sicherlich bereits ein Paar hochwertige Plattenspieler auf dem Tisch haben oder sich nach anderen umschauen. Für Einsteiger oder Leute mit nicht so dickem Bankkonto stellt der TT250USB aber eine ersehnte Abrundung des derzeitigen Marktangebots in die unteren Preisregionen dar.

Der TT250USB hat eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 290 €.

Bist Du auf der Suche nach zwei Plattenspielern zum Mixen oder Scratchen? Oder interessiert Dich mehr die Aufnahmefunktion des TT250USB, um Schallplatten zu digitalisieren? Schreib in die Kommentare …

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