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Pioneer DJ rekordbox wird vollwertige DJ Software

Pioneer DJ rekordbox performance
Pioneer DJ rekordbox performance. Foto: Pioneer DJ

rekordbox performance

Pioneer DJ hat ein gut einminütiges Video zu rekordbox veröffentlicht. Auf den ersten Blick nichts aufregendes. rekordbox kennen wir ja – als Software um Musik vorzubereiten, die dann auf CDJs oder XDJs vom USB-Stick abgespielt wird.

Bei genauem Hinsehen tauchen aber eine Reihe von wirklich bahnbrechenden Neuerungen auf. So hat rekordbox auf einmal eine Decksteuerung, die stark an das Layout der Zuspieler von Pioneer angelehnt ist. Auch Software-Effekte sind jetzt zu sehen – darunter solche, die typische Pioneer-Namen tragen wie der Spiral-Effekt. Auch andere Bezeichnungen sind Pioneer DJ typisch: Slip, Master Tempo …. Und es gibt nicht ein Deck (zum Vorbereiten von Tracks), sondern mindestens zwei, wenn nicht gar vier, sowie eine ganze Batterie von Sample-Playern pro Deck.

Das Ganze sieht nicht aus wie ein Skin für Serato, Traktor oder Virtual DJ. Vielmehr scheinen die Entwickler von rekordbox richtig hingelangt zu haben und den großen Schritt zu einer eigenständigen DJ-Software zu machen.

So spricht die rekordbox Webseite jetzt auch von „Vor dem Set“, „beim Set“ und „nach dem Set“. Also mal eben die Eroberung der Kontinente „Auflegen“ und „Nachbereiten“. Letzteres vielleicht ein Bezug zu Auswertungs- und Veröffentlichungsmöglichkeiten, wie wir sie bereits von Pionner DJ kuvo kennen? Hierzu gibt das Video praktisch keine Hinweise.

Mehr werden wir wohl im Rahmen des Beta-Programms erfahren, das Pioneer DJ startet. Die Anmeldung ist jetzt möglich und soll bis zum 04. August abgeschlossen sein.

Das ist auf jeden Fall ein großer Schritt von Pioneer. Bis jetzt haben sie die DJ Booths dominiert mit ihren CD-Spielern und Mischpulten. Bei DJ Software haben sie bis jetzt nur zugeschaut und die Anbindung ihrer Geräte per HDI zur Steuerung von Traktor Pro und Serato DJ ermöglicht. Im Konsumenten Bereich sind sie mit zahlreichen Geräten vertreten, sind hier bislang aber immer auf die Zusammenarbeit mit den Herstellern von DJ Software, vor allem Serato, angewiesen gewesen. Nun treten sie an, um im Markt für DJ Software mitzumischen. Damit bekäme Pioneer ein vollständiges Angebot für all das, was sich ein DJ wünscht. Angefangen von Controllern für Einsteiger bis zu hochwertigen Controllern und die Pro-Geräte in Form von CDJ, XDJ und DJM in den meisten DJ Booths. So könnte ein DJ all diese Geräte nutzen ohne in seiner Karriere die Software wechseln. Dazu noch Kopfhörer und Monitor-Boxen als Zubehör. Da bleibt kaum noch ein DJ Wusch offen.

Außer dass das FLAC-Format bislang nicht unterstützt wird, macht rekordbox als Software zur Vorbereitung von Tracks einen guten Job. Wenn rekordbox jetzt die Grundfunktionen der drei Platzhirsche sauber abbildet, wird es eine spannende Frage, was denn diese Programme können, was Pioneer DJ mit rekordbox (noch) nicht kann. Und welche Funktionen Pioneer DJ von Anfang an ins Rennen schickt, die noch keines der anderen drei Programme beherrscht.

Fraglich ist, ob Pioneer Video-Unterstützung bringen wird oder DVS – obwohl sie mit dem PLX-1000 sogar einen Plattenspieler am Start haben. Auch Stems, das neue Dateiformat, wird wohl am Anfang nicht mit dabei sein – könnte aber relativ leicht ergänzt werden, das Stems ja Open-Source ist.

Rekordbox wurde bislang von den Entwicklern der französischen Mixvibes-Schmiede gebaut. Vermutlich arbeiten die auch an den Weiterentwicklungen. Nun ist Mixvibes kein ausgesprochen weit verbreitetes, aber durchaus ein vollwertiges DJ Programm. Mit diesem Wissen sollte es möglich sein, aus rekordbox eine attraktive DJ Software zu schaffen. Warten wir ab, was Pioneer DJ in den nächsten Wochen für uns auf er Pfanne hat …

Haben wir etwas übersehen? Schreib uns in die Kommentare …

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