Neueste Nachrichten

Pulselocker: Musikstreaming für DJs

Pulselocker Logo
Pulselocker Logo. Grafik: Pulselocker.com

Vor wenigen Wochen wurde auf dem ADE (Amsterdam Dance Event) eine Kooperation von Serato und Pulselocker angekündigt: Serato integriert diesen Streaming-Dienst für DJs in Serato DJ 1.9, die nächste Version seiner DJ Software. Mit PCDJ DEX 3.5 ist inzwischen der zweite Anbieter von DJ Software an die Öffentlichkeit getreten. Bei den Jungs aus Florida läuft  ein öffentlicher Beta-Test mit einem Release Candidate, also einer bereits stabilen Version der neuen Version. Die Integration in weitere DJ Softwaren ist angekündigt – Namen sind noch nicht gefallen. Langsam gibt es immer mehr Informationen zu Pulselocker. Also Zeit sich einmal anzuschauen, was Pulselocker ist.

Pulselocker

Pulselocker wurde 2011 gegründet und ist mit einer ersten Version seines Dienstes Ende 2012 an den Start gegangen. Damals noch mit einer eigenständigen App und zunächst „nur“ 1 Mio. Tracks. Seitdem wurde die Strategie geändert und auf ein Web-Interface und die optimale Integration mit DJ Software gesetzt. Dazu hat das Pulselocker Team eine Schnittstelle geschaffen und über 1 Millionen Zeilen Software Code neu geschrieben.

Zunächst einmal ist Pulselocker ein Streaming-Dienst, also vergleichbar mit Spotify oder Apple Music. Pulselocker unterscheidet sich von diesen aber dadurch, dass der Dienst von DJs für DJs entwickelt wurde. Das ist an den folgenden Merkmalen zu erkennen:

  • die Musikauswahl ist riesig: jeweils über 44 Millionen Tracks, 3 Millionen Künstler und 500.000 Labels – von DJs für DJs zusammengestellt
  • von Major über Independent bis zu Underground
  • Pulselocker hat für die DJs auch die Aufführungsrechte mit den Labels und Verwertungsgesellschaften geregelt – das heißt die Künstler und Labels werden an den Umsätzen beteiligt
  • die Tracks sind 36 Genres per Hand zugeordnet – die Genres wurden entsprechend den Bedürfnissen von DJs gewählt
  • die Musikauswahl beschränkt sich nicht auf EDM, auch z.B. Hip-Hop, R&B, Reggae, Funk, Rare Groove und Jazz finden sich im Katalog
  • ähnlich in sozialen Netzwerken kann man bestimmten Themen folgen: Genres, Labels und Künstlern
  • im „Beatselector“ stellt die Pulselocker Redaktion die besten Neuerscheinungen der letzten Woche vor, so dass diese wie ein Radio im Hintergrund gehört werden können. Das Program ist – wie der ganze Dienst – werbefrei und wird individuell aus den vom Nutzer gewählten Genres zusammengestellt. Tracks, die beim Hören gefallen finden, lassen sich ruck-zuck in die eigenen Playlisten schieben
  • zu jedem Track sind Label, Key und BPM angegeben – danach kann auch gesucht bzw. gefiltert und sortiert werden
  • der Online Player mit Anzeige der Wellenform und Möglichkeit im Song zu springen (wie mit der Abtastnadel im Plattenladen)
  • Tracks sind im Professional Abo in unbegrenzter Menge herunterladbar und so lange abspielbar wie das Abo besteht
  • Pulselocker ist eng in DJ Software integriert: gemeinsame Suche lokal und online, Tracks können aus der DJ Software heruntergeladen werden, die Meta-Daten der Tracks wie auch Beatgrid, Cue-Punkte, Loops und Key sind bearbeitbar.  Playlisten aus Pulselocker stehen in der DJ Software zur Verfügung, es können aber auch lokale Playlisten angelegt werden, die aus lokalen Tracks, lokalen Pulselocker Tracks und Pulselocker Online Tracks bestehen.

Die Dateien stehen als MP3 oder AAC/M4A Datei zur Verfügung, sind also verlustbehaftet komprimiert. Dabei wird die jeweils höchste Bitrate angeboten, die das Label zur Verfügung stellt. Unkomprimierte (z.B. WAV, AIFF) oder verlustfrei komprimierte (z.B. FLAC, ALAC) bietet Pulselocker nicht an. (Wer hier nur Bahnhof versteht, dem sei unser Artikel über Formate von Musikdateien empfohlen.)

Inzwischen hat Pulselocker inzwischen seine Preise bekanntgegeben und bietet eine 14-tägige Testversion des Dienstes an – zumindest in den USA, Kanada und Großbritannien. Die Preise sind in US-Dollar, die in Euro sind noch nicht öffentlich: ein Basis-Abo kostet 9,95 US$ bzw. brit. Pfund und bietet alle Möglichkeiten außer die Tracks lokal zu speichern. Das geht nur mit der Profi-Version, die 19,95 US$ bzw. brit. Pfund kostet.

Pulselocker macht das Leben von DJs extrem einfach, da es das zeitaufwendige Suchen nach und Kaufen von neuen Tracks sowie die Organisation dieser in Playlisten mit dem Beatselector und den Follow-Funktionen stark vereinfacht. Nutzer aus den drei Ländern berichten, dass die Auswahl riesig sei: vor allem gibt es offizielle Releases und Remixe der Labels, spezielle Versionen oder Bootleg Remixe seien weniger zu finden.

Zur englischsprachigen Webseite von Pulselocker.

Nutzt Du heute als DJ bereits Streaming-Dienste? Zum Musik entdecken oder auch schon zum Auflegen? Welche Erfahrungen hast Du mit dem „alten“ Pulselocker Dienst gemacht – oder hast Du schon Zugriff auf den neuen Dienst, weil Du gerade in den USA, Kanada oder Großbritannien bist? Teile Deine Erfahrungen in den Kommentaren …

Teilen

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here