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Stem Creator Tool im öffentlichen Beta Test

Native Instruments Stem Creator Tool Beta Test
Native Instrument Stem Creator Tool Beta Test. Foto: Native Instruments

Native Instruments hat für das Ende Juni angekündigte Stem Creator Tool die Phase des öffentlichen Beta-Tests gestartet. Auf der Webseite kann sich nun jeder die aktuelle Beta-Version kostenlos herunterladen und ausführlich testen. Native Instruments versichert, dass diese bereits stabil läuft. Der Download des Stand-Alone Tools ist für Windows und Mac erhältlich. Mit dem Stem Creator Tool können Produzenten und Labels Musik aus ihrer Produktionssoftware in das neue Stem Format umwandeln und dann auf den gewohnten Distributionswegen weiter verteilen.

Das Stem Creator Tool importiert zunächst vier Track-Elemente, die in einer DAW oder einem Wave-Editor als separate Audio-Dateien vorbereitet wurden, sowie ein Stereo-Master des Tracks. Das Stem Creator Tool nimmt Musik-Dateien in den Formaten WAV und AIF mit 16bit und 24bit entgegen. Alle Elemente werden per drag-and-drop in das Stem Creator Tool gezogen. Nach dem Import können Metadaten – wie Albumart (ebenfalls drag-and-drop), Titel, Künstler usw. – verwaltet werden. Auch die Bezeichnungen und Farben der vier Track-Elemente können geändert werden, sollten die Vorgaben aus Drums, Bass, Synths und Vox (für Vocals) nicht passen. Die Farben werden später für die Wellenformen an den Displays des Traktor Kontrol D2 / S8 genutzt.

Anschließend werden Einstellungen für Kompression und Limiting vorgenommen. Dafür bietet das Stem Creator Toool einen Basic- und einen Experten-Modus. Letzterer gibt eine umfangreiche Kontrolle über den Kompressor und den Limiter. Bei der dann folgenden Ausgabe wird jedes der Track-Elemente ins AAC-Format gewandelt und alle fünf zu einer Datei mit der Endung stem.mp4 zusammengefasst.

Native Instruments bitte alle Tester um Rückmeldungen in Form von Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschlägen. Folgende Arbeiten werden am Stem Creator Tool noch durchgeführt, ehe es als finale Softwareversion angeboten wird:

  • Tastaturbedienung
  • Vollständiges Warnungs- und Hinweissystem, um den Anwender auf Fehler hinzuweisen
  • Verbesserte Anzeigen zur Aussteuerung
  • Apple Lossless als zweite, verlustfreie Option für die Ausgabe neben dem verlustbehafteten AAC-Format

Die Stems Webseite ist auch auf Deutsch verfügbar, das zwölfminütige Video des Native Instruments Produktmanagers allerdings nur in Englisch. Im Zip-Paket beim Download der Software ist auch noch eine ausführliche Anleitung bei, mit empfohlenen Konventionen für das Erstellen der Stem-Tracks. Obwohl es dem Nutzer des Tools völlig freigestellt ist, wie er seinen Track in vier Elemente aufteilt, stellt NI einen praktische Anleitung zur Verfügung, wie das am besten gemacht wird und bietet so Unterstützung bei der Benennung, Anordnung und Farbgebung der einzelnen Track-Elemente. Mit geliefert wird auch das Stems Logo als rote Photoshop-Grafik, so dass das Artwork damit ergänzt werden kann und der Track auch optisch sofort als erweiterte Stems-Version erkennbar ist.

Das Audio-Format stem.mp4 ist open-source, kann also vom Rechteinhaber an der Musik ohne Lizenzabgaben genutzt werden. Dadurch das der mp4-Container als ein Track-Element auch einen fertig gemasterten Stereo-Mix enthält, können stem.mp4-Dateien auf jedem Gerät und mit jeder Software abgespielt werden, die mit mp4-Dateien umgehen kann. Nur für den Zugriff auf die vier anderen Spuren ist spezielle Software wie Traktor Pro 2.9 und Hardware mit speziellen Displays wie der Traktor Control D2 der S8 notwendig. Es wird erwartet, dass weitere Hersteller Hard- und Software anbieten, die das Stem-Format originär unterstützen.

Das Stem Creator Tool ist nicht nur während der Phase des Beta-Tests kostenlos, sondern wird auch in der finalen Version kostenfrei erhältlich sein. Noch nicht erhältlich ist das bereits zuvor angekündigte Stem Creator Developer Tool Kit, mit dem Softwareentwickler den Stem Creator Mechanismus in ihre Software-Produkte integrieren können.

In den letzten Wochen gab es bereits eine Reihe von Veröffentlichungen auf den großen Portalen, regelmäßig kommen neue hinzu. Insgesamt ist die Anzahl der im Stem Format verfügbaren Tracks aber doch noch recht überschaubar. Mit der Veröffentlichung des Stem Creator Tools kann sich das ändern, da nun jeder Producer der an Tracks schraubt, nun die Möglichkeit hat, diese mit Hilfe dieses kostenlosen Tools ins Stem-Format zu wandeln.

Produzierst Du (auch) Tracks? Hast Du das Stem Creator Tool bereits ausprobiert? Was sind Deine Erfahrungen? Schreibe in die Kommentare …

[vc_video title=“Stem Creator Tool Tutorial von Native Instruments (englisch) “ link=“https://www.youtube.com/watch?v=G5xB-cJvkuc“]

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