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Stems-Format startet mit großer Aktion

NI Stems Screen Hardware
Anzeige von Stems auf der NI Controller. Foto: Native Instruments

Jetzt ist der zuvor bereits angekündigte offizielle Launch des neuen Stems-Formats großangelegt erfolgt. Die beteiligten Unternehmen brennen ein wahres Feuerwerk von Presseveröffentlichungen ab.

Stems-fähige Software

Native Instrument veröffentlicht Traktor Pro 2.9, das vor allem Unterstützung für das neue Stems-Format bringt.

Neben Traktor Pro ist auch die neuste Version von Beatport Pro 2.2.0 Stems-fähig. Beatport Pro ist kostenlos und nur für den Mac erhältlich. Es dient der komfortablen und umfangreichen Verwaltung Deiner Musiksammlung, ist also keine DJ Software zum Auflegen. Es bietet eine Reihe von Features speziell für DJs wie individuelles, strukturiertes Meta-Tagging, tolle Filter- und Suchfunktionen sowie Integration mit iTunes, rekordbox, Serato DJ und Traktor Pro.

Stems-fähige Hardware

NI Stems Hardware
Bis 30.09. gibt NI kräftige Rabatte auf die drei Controller, die direkt Stems unterstützen: Kontrol S8, Kontrol D2 und Kontrol F1. Foto: Native Instruments

Gleichzeitig bietet NI bis zu satten 25% Rabatt auf seine DJ Geräte, die das neue Stems-Format direkt unterstützen: der Flagschiff-Controller Traktor Kontrol S8, der Einzeldeck-Zuspieler Traktor Kontrol D2 und den altgedienten Traktor Kontrol F1 . Das Angebot gilt bis  30.09. 2015 und ist sowohl im NI-Online-Shop als auch bei vielen Händlern erhältlich. Die rabattierten Preise sind:

Traktor Kontrol S8: 999 €
Traktor Kontrol D2: 399 €
Traktor Kontrol F1: 149 €

Musik-Portale

Beatport, Bleep, Juno, Traxsource, Wasabeat und whatpeopleplay haben zahlreiche Tracks im Stems-Format im Angebot – von aktuellen Stücken bis zu Klassikern ist alles dabei. Es sind bereits mehr als 600 Tracks erhältlich. Das Angebot wird täglich größer – die Konvertierung von Tracks aus dem vielspurigen Master-Files in das vierspurige Stems-Format braucht halt seine Zeit, da die vier Spuren einzeln gemastert werden müssen. Sie kosten zwischen knapp 3 € und 3,50 € pro Stück. Das ist also ein erheblicher Mehrpreis gegenüber den Tracks im Stereo-Format, die in den sechs Shops sonst verkauft werden. Zumal hier bei den gängigeren Tracks keine Möglichkeit besteht auf günstigere Mainstream-Portale wie iTunes oder amazon auszuweichen. Einzelne Portale geben über ihre Newsletter Gutschein-Codes an bestehende Kunden, durch die Rabatte, zum Beispiel 15% bei Traxsource, auf die Tracks gewährt werden.

 

Während Beatport, Junodownload und Wasabeat eigene Landing-Pages für die Angebote im neuen Format haben, sind sie bei Traxsource und Whatpeopleplay unter dem entsprechenden Genre zu finden. Bei Bleep gleicht es eher noch die Suche nach der Nadel im Heuhaufen, dort Stems Tracks zu finden.

Die Einordnung eines Audio-Formats als Genre bei Traxsource und Whatpeopleplay ist hoffentlich nur eine vorübergehende Krücke – das Genre für ein Format zu missbrauchen, wird keinen DJ glücklich machen. Warum sollte ein Track im Stereo-Format zum Beispiel unter Deep House zu finden sein, der gleich Track im Stems-Format unter Stems neben einer Dubstep Geschichte, nur weil die auch vierspurig angelegt ist?

Auffällig ist, dass offenbar keines der sechs Musik-Portale ein paar Kostproben zum ausprobieren bereithält. Wer zunächst einmal mit Tracks im Stems-Format experimentieren möchte, findet auf der NI-Webseite drei Tracks im neuen Stems Format zum kostenlosen Download.

Stem Creator Tool

NI Stems Traktor Kontrol D2 Stems Anzeige
Screenshot des Stems Creator Tools, das nun erst im Herbst 2015 erscheinen soll. Foto: Native Instruments

Der Launch des Stem Creator Tools, der es jedem Musik-Produzenten ermöglicht, seine Tracks ins Stem-Format zu konvertieren, ist noch nicht erfolgt. Den hat Native Instruments für den Herbst 2015 angekündigt. Schade, da so individuellen Producern die Gelegenheit genommen wird, ihre Produktionen im neuen Format zu präsentieren.

Fazit

Das Stems Format ist eine tolle Idee, die viel kreatives Potential für DJs birgt. NI hat über viele Monate hart gearbeitet, um zahlreiche Partner davon zu überzeugen und bringt ein großes Set an Künstlern, Labels und Musik-Portalen sowie potente Software und ausgefeilte Hardware mit an den Start. Das sind gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Geschichte. Die große Frage bleibt, ob das Open-Source Dateiformat für DJs genug Schwung entwickelt, so dass auch andere Hard- und Softwareanbieter aufspringen und die Musikauswahl weiter ständig wächst. Mit entsprechenden Verkaufszahlen werden dann hoffentlich auch die Kosten für die Vier-Spur-Tracks sinken, da das zusätzliche Mastern dann von vielen Kunden getragen wird. Wir drücken die Daumen, dass das alles so kommt.

Hattest Du schon die Chance, die neuen Stems Tracks auszuprobieren? Was sind Deine Erfahrungen? Lass es die anderen in den Kommentaren wissen …

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