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Test & Video: Astera AX3 Lightdrop – pfiffige Akkulampe mit IP65

Astera AX3 Lightdrop
Astera AX3 Lightdrop. Foto: Andreas Paul
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  • Astera AX3 Lightdrop
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  • Zuletzt überarbeitet: 3. April 2018

Akku-betriebene Scheinwerfer gibt es viele. In diesem Test geht es um eine kleine Akkulampe, die ordentlich was auf dem Kasten hat. So verspricht der Astera AX3 Lightdrop neben sehr funktionalem Design noch drahtlose Steuerung im Industriestandard CRMX, intelligentes Akku-Management, IP65 und eine leistungsstarke RGBW-LED mit optisch hochwertiger Linse. Das Ganze ist eingebettet in ein Eco-System bestehend aus Transport-/Ladekoffer, ebenfalls akku-betriebenem Transmitter und einer leistungsstarken App. Ich hatte acht AX3, den Ladekoffer, den Transmitter Astera Art7 AsteraBox und die AsteraApp auf einem Samsung Galaxy Tab A mit Android 5.1.1 für einige Wochen im Einsatz. Die Astera Produkte hatte die zu dem Zeitpunkt aktuelle Firmware (AX3 5.6.74, Art7 5.7.16, AsteraApp 9.72).

Auspacken

Die AX3 werden geliefert mit zwei Streuscheiben, drei Befestigungshaken, vier Gummifüssen, einem Ladegerät und einer gedruckten Schnellstartanleitung. Ich habe sie im hochwertig gearbeiteten Ladekoffer bekommen, den ich weiter unten beschreibe.

Erster Eindruck

Die AX3 ist wirklich klein. Die Lampe lässt sich locker in einer Hand halten. Dabei wirkt sie nicht wie ein Spielzeug, sondern das Gewicht von knapp 700 g und die hochwertige Verarbeitung des Gehäuses aus ABS signalisieren sofort: Profi-Werkzeug.

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Es ist beeindruckend, an was die Ingenieure von Astera bei der Konstruktion der AX3 alles gedacht haben. Alleine die Vielzahl der Montagemöglichkeiten kenne ich so von keiner anderen Lampe. Dabei ist die Lampe auch noch ausgesprochen formschön. Das Design lässt sich durch das Entfernen des Bügels auf das Minimale reduzieren. Die Lampe lässt sich ohne den Mehrzweckbügel perfekt als Floorspot einsetzen.

Astera AX3 auf flacher Hand
Die Astera AX3 ohne den Mehrzweckbügel – weiter reduzieren lässt sich Lampendesign nicht. Foto: Astera

Die AX3 hat kein Menü und keine Tasten zur Konfiguration. Das läuft alles über die AsteraApp, die über die AsteraBox mit den Lampen bidirektional kommuniziert (dazu später mehr). Dafür hat die AX3 aber gleich zwei Ein-/Ausschalter. Einer sitzt an der Seite, ein zweiter mittig auf der Unterseite. So lässt sich die Lampe in jeder Situation ein- oder ausschalten.

Wer statt der AsteraApp lieber ein Lichtpult nutzen möchte, kann das ebenfalls tun. mit der AsteraBox wird ein DMX-auf-Miniklinke Adapter mitgeliefert, so dass die Box auf diesem Wege klassische DMX-Signale entgegennimmt.

Ausstattung

Beim Bau der AX3 setzt Astera auf feinste Zutaten. Die Lampe hat eine 15 W RGBW-LED mit 13° Abstrahlwinkel von Cree. Diese erzeugt einen Lichtstrom von 390lm und hat eine Lichtstärke von 1200 Lux (bei 2 m und 4.000 K Lichttemperatur).

Astera AX3 mit Mehrzweckbügel
Auch mit dem Mehrzweckbügel wirkt die Astera AX3 grazil und elegant. Foto: Astera

Vor der Cree-LED sitzt eine Optik von Kathod. Wie – eine Optik? War für mich ehrlich gesagt auch neu. Cree liefert tatsächlich „nur“ den LED Chip (wie in vielen anderen LED-Lampen auch). Die Qualität des Lichts wird aber massgeblich auch durch die verwendete Optik bestimmt – also die Linse vor der LED, durch die das Licht hindurch muss. Und die kommt in dem Fall vom renommierten Hersteller Kathod aus Mailand, Italien.

Der Akku stammt von LG Chem, wobei wohl je nach Verfügbarkeit auch mal Akkus anderer Hersteller wie Panasonic oder Samsung verbaut werden – aber auf jeden Fall immer Akkus renommierter Markenhersteller.

Die AX3 nimmt Steuerbefehle ausschliesslich drahtlos entgegen, sie hat keine DMX-Ein- oder -Ausgänge. Dabei empfängt sie über die AsteraBox UHF Frequenzen wie auch drahtloses DMX von Lumenradio (CRMX). Auch das Protokoll von Wireless Solutions (W-DMX) versteht die Lampe. Sie ist mit einem reinen Receiver ausgestattet, kann das Signal also nicht „verlängern“, indem sie es selbst wieder aussendet. Bei Reichweiten von bis zu 300 m, die CRMX erreicht, sollte das aber auch so gut wie nie nötig werden.

Astera AX3 mit vier Filtern
Ein 30° und ein 120° Filter werden mitgeliefert, den Lightdome und den Wallwash-Filter (17°x46°) gibt es optional dazu. Foto Astera

Mitgeliefert werden zwei opaque Streuscheiben. Diese sind einfach ohne Werkzeug einsetzbar und erweitern den Abstrahlwinkel unter leichtem Lichtverlust auf 30° bzw. 120°. 30° entspricht dem Winkel, den viele LED PAR-Scheinwerfer haben, 120° ist schon ein extrem weiter Winkel für spezielle Aufgaben. Optional sind zwei weitere Diffusoren erhältlich. Einer speziell für die Wandbeleuchtung, der das Licht auf 17° x 46 ° verteilt (den hätte ich lieber standardmässig dabei statt des 120° Filters). Der andere ist ein Diffusor-Dome, also eine Halbkugel, die das Licht wie eine Glühlampe rundherum gleichmäßig abstrahlt. Für den Dome fallen mir im Bereich mobiler DJ nicht wirklich viele Anwendungen ein. Mit der kabelfreien Lampe lassen sich so (teilweise) lichtdurchlässige Objekte sehr schön und dezent von innen ausleuchten.

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