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Test & Video: Denon DJ X1800 Prime

Test & Video Denon DJ X1800 Prime
Test & Video Denon DJ X1800 Prime. Foto Andreas Paul // einfachauflegen.de
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  • bewertet 4.5 Sterne
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  • Denon DJ X1800 Prime
  • Rezensiert von:
  • Veröffentlich am:
  • Zuletzt überarbeitet: 30. August 2017

Zusammen mit dem Medienspieler SC5000 Prime schickt Denon DJ einen ausgewachsenen 4-Kanal Clubmixer ins Rennen um die DJ Kanzeln dieser Welt. Bereits vor der Übernahme durch inMusic Brands haben die (damals) Japaner nicht nur amtliche  CD-/Medienspieler, sondern auch ordentliche DJ-Mixer gebaut. Diese standen aber immer im Schatten der Pioneer Geräte. Nun nimmt Denon DJ mit dem nicht unbescheidenen Slogan „Change your Rider“ einen neuen Anlauf. Was der X1800 Prime drauf hat, zeigt er in unserem Test.

Auspacken

Aus dem Karton kommt ein ausgewachsener digitaler Clubmixer mit 4 Kanälen. Er hat ähnliche Abmessungen wie ein DJM900nxs2 (etwas flacher, dafür breiter) oder Allen&Heath Xone:P5 (deutlich kürzer). Von den drei Geräten baut der X1800 Prime mit gut 44 cm am tiefsten. Mit 7 kg hat er ein ordentliches Kampfgewicht, da nicht zuletzt dem stabilen Gehäuse aus Stahlblech geschuldet ist. Im Karton finden sich außerdem eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, ein USB- und ein Netzkabel.

Erster Eindruck

Solide. Das ist erst einmal das erste, was mir in den Sinn kommt. Alles prima verarbeitet und mit hochwertigen Bedienelementen ausgestattet. Die Arbeitsoberfläche ist klar strukturiert und bietet ordentlich Platz zwischen den einzelnen Schaltern und Reglern. Links finden sich oben die Mikrofonsektion mit einer Kombo-Buchse für Mic 1, darunter die sogenannten Sweep FX und dann die Anschlüsse und Regler für Kopfhörer. Mittig sitzen die vier Kanalzüge und der Crossfader. Rechts davon Regler für Master und Booth sowie die Einstellungen für die Fader. Rechts oben auf der Arbeitsoberfläche dann zwei mit Gummideckel geschützte USB-2.0 Buchsen vom Typ B. Darunter erstreckt sich dann die große Effekt-Sektion inklusive senkrecht angeordnetem Touchstripe zum Festlegen der Beat-Multiplier.

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Der von oben tauschbare Crossfader stammt von der Denon DJ Eigenmarke Flex Fader.

Anschlüsse

Auf der Rückseite findest du für jeden der vier Kanäle zwei Paar Cinch-Buchsen für Phono und Line sowie einen digitalen Eingang. Ein weiteres Paar digitale Cinch-Buchsen dient dazu, den Mixer mit einem weiteren X1800 zu verlinken. Das Mastersignal steht an einem Paar XLR-Buchen symmetrisch und an einem Paar Cinch-Buchsen asymmetrisch zur Verfügung. Für Aufnahmen gibt es einen separaten Record-Ausgang (Cinch). Der Booth-Ausgang, FX-Send und -Return zum Einschleifen eines Effektgerätes sowie der Eingang für Mic 2 verlangen nach 6,3 mm Klinkensteckern.

Rückseite des Denon DJ SC5000
Die rückseitigen Anschlüsse bieten auch einen vierfach USB-Hub zum Anschluss der SC5000. Foto: Denon DJ

Ein MIDI Signal kann der X1800 Prime wahlweise über die oben liegenden USB-Anschlüsse oder über die rückseitige DIN-Buchse ausgeben.

Für den Anschluss eines Rechners und von bis zu vier SC5000 Prime gibt es fünf Netzwerkanschlüsse mit RJ-45 Buchsen. Ein USB-Hub ist beim X1800 nicht verbaut. Die LAN-Buchse für den PC ist derzeit nicht nutzbar. Laut Denon DJ wird sie für Licht- und Video-Anwendungen auf Festival-Level genutzt. Es handele sich um ein Ausstattungsmerkmal für Pros, das für normale Nutzer nicht zur Verfügung stünde.

Sowas gab es schon beim Denon DJ Flaggschiff-Controller MCX8000. Wurde auf der NAMM Show zunächst als StageLinQ präsentiert. Über den LAN-Anschluss würden Zeit-, BPM- und andere Track-Daten übertragen. Es hieß, der Lampenhersteller MARQ (wie Denon DJ aus der inMusic Gruppe) würde das Protokoll unterstützen. Aber außer einem Showcase mit einer großen Video-Leinwand auf der Messe vor inzwischen anderthalb Jahren habe ich davon nichts mehr gehört oder gesehen. Von MARQ ist meines Wissens nie eine Lampe oder Lichtcontroller auf den Markt gekommen, der dieses Protokoll unterstützen würde. Auch der später erschienene MC7000 hat die Schnittstelle nicht bekommen. Bleibt also spannend abzuwarten, ob inMusic da irgendwann mal mit marktfähigen Produkten kommt.

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