Test & Video: Hercules DJControl Jogvision

Hercules DJControl Jogvision Test
Hercules DJControl Jogvision Test. Foto: einfachauflegen.de
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  • Hercules DJControl Jogvision
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  • Zuletzt überarbeitet: 25. November 2015

Hercules DJControl Jogvision

Hercules hat ihn im April auf der Frankfurter Musikmesse 2015 gezeigt, jetzt haben wir ein erstes Gerät bekommen und einer ausführlichen Prüfung unterzogen. Der Hercules DJControl Jogvision ist ein 2-Kanal Controller, der durch eine Reihe von Features besticht: seine beiden massiven Jogwheels mit Anzeige der Trackposition à la CDJ, Ausgänge für Master und Booth, Kontrolle der Effekte wahlweise über einen klassischen Drehregler oder Air Control (wie beim Hercules DJControl Air) sowie vier Performance Pads je Deck, die vielfach belegt sind. Zudem ist er der erste Controller von Hercules, der nicht mit Hercules-eigener Software aus der DJuced-Serie, sondern mit Serato DJ Intro als Software geliefert wird.

Unseren Test haben wir jetzt mit einem Vorserienmodell (Firmware v2.50, Hercules Control Panel v5.57) und der Vollversion Serato DJ 1.7.7 durchgeführt. Zum Testzeitpunkt haben sowohl die aktuellen Versionen von Serato DJ 1.7.7 als auch Serato DJ Intro 1.2.6 noch nicht alle Funktionen des DJControl Jogvision fehlerfrei unterstützt, obwohl das von Serato bereits angekündigt worden war. Zum Erscheinen des Hercules DJControl Jogvision sollen neue Versionen von Serato DJ (Intro) verfügbar sein, in denen diese Fehler behoben sind.

Auspacken / Erster Eindruck

Hercules liefert mit dem Universal DJ einen hochwertigen 2-Kanal Controller, der sich durch seine hochwertige Bauweise und Ausstattungsmerkmale von den anderen Einsteiger-Controllern aus dem Hause klar abgrenzt.

Beim Auspacken fallen zunächst einmal die großen Jogwheels mit berührungsempfindlicher Metalloberfläche ins Auge, die schön satt laufen. Mit rund 13 cm Durchmesser an der Oberseite und 15 cm an der Basis fallen sie deutlich größer aus als die Dreher der meisten anderen Controller. Die Seiten der Jogs erinnern sehr stark an die guten alten Technics SL-1210 MkII und fassen sich mit den vier Reihen chromglänzenden und hervorgehobenen Punkten an ihren Seiten auch so an. Selbst ein Pitch-Licht wurde den Drehtellern spendiert – hier ein reines Gimmick, da die Jogs sich ja nicht mitdrehen, aber eine nette Anmutung.

Der DJControl Jogvision hat nur vier Performance Pads an jedem Deck. Diese sind farbig hintergrundbeleuchtet und können über eine Mode-Taste in vier verschiedene Betriebsarten versetzt werden. Zwei Modi dienen Hotcues, zwei Modi sind für Samples zuständig. Die Farbkodierung ist sehr einfach gehalten, sie signalisiert nur, in welchem Modus die Pads gerade sind. Die Pads übernehmen seit dem letzten Firmware-Update die Farbe der Hotcue-Marker aus Serato DJ (Intro).

 

Hercules DJControl Jogvision Front
Die vorderen Anschlüsse des Hercules DJControl Jogvision mit Wechseltastern statt Regler für Cue-Mix. Foto: Hercules

Das Gehäuse ist rundum aus wertigem Kunststoff gefertigt. Große Gummifüße halten es vom Wegrutschen ab. An der Vorderseite sitzen – dort wo das Gehäuse Hercules-typisch in der Mitte zurückspringt – die Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon nebst den dazugehörigen Drehreglern. Mir erschliesst sich nicht, weshalb die beiden Drehregler ca. 2 mm weiter vorspringen als das Gehäuse an der Vorderseite zurücktritt. Würde das Gehäuse das Stückchen mehr zurückspringen oder die Regler einen Tacken kürzer sein, wären sie beim Transport geschützter angebracht. Das Mikrofon erhält mit einem 6,3 mm Klinkenstecker Eingang beim DJControl Jogvision, die Ohrhörer können wahlweise mit großer oder kleiner Stereo-Klinke angestöpselt werden.

Bis auf den Crossfader sind alle anderen Bedienelemente gummiert oder aus diesem Material, so dass sie sehr angenehm anzufassen sind. Der Regler des Crossfaders ist aus Kunststoff und ergonomisch geformt, in seine Griffflächen ist beidseitig das Symbol des Jogvision geprägt – etwas, das Scratcher beim Dauereinsatz des Crossfaders eventuell stören könnte. Die Crossfader-Kurve ist – typisch für ein Serato Intro Gerät – in der Software einstellbar.

Der Crossfader läuft 40 mm, die Kanalregler wie auch die Tempo-Fader für ihre Gattung eher kurze 45 mm. Letztere haben einen leichten Klick an der Nullposition, so dass sie auch ohne Hinzugucken wieder in die neutrale Position zu bringen sind. Keylock ist über eine Taste neben dem jeweiligen Tempo-Fader ein- und ausschaltbar.

Toll gelöst haben die Entwickler bei Hercules, dass über zwei Tasten oberhalb des Crossfaders direkt am Controller zwischen den verschiedenen Sichten in Serato DJ (Intro) gewechselt werden kann. Mit einem einzigen Tastendruck können selbst Tracks in die „Prepare / Vorbereitungsliste“ geschubst werden. Sehr praktisch.

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