VirtualDJ: ContentUnlimited Audio durch Aufgabe von Grooveshark betroffen

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Grooveshark stellt nach Gerichtsurteil den Betrieb ein. Bild: Wikipedia.de

Am langen Wochenende hat Atomix, das Unternehmen hinter VirtualDJ, im englischen Forum auf der VirtualDJ Homepage mitgeteilt: Grooveshark, der Hauptlieferant für den Service ContentUnlimited Audio von VirtualDJ, hat nach einer verlorenen Urheberrechts-Klage seinen Dienst eingestellt.

ContentUnlimited Audio ist ein Abo-Service, der den VirtualDJ Kunden gegen eine monatliche Gebühr von 9,99 US$ Zugriff auf viele Millionen Musik-Titel gibt. Diese können gestreamt oder heruntergeladen und abgespielt werden, solange das Abo besteht.

Grooveshark wurde verklagt, vorsätzlich rund 4.900 Tracks hochgeladen zu haben, ohne die dafür notwendigen Rechte zu besitzen. Obwohl es bei der Klage nur um einen kleinen Teil der insgesamt rund 15 Millionen Stücke in der Grooveshark-Datenbank ging, musste Grooveshark sein Geschäft mit dem Urteil schließen. Atomix hat daraufhin umgehend den Datenbestand von Grooveshark aus dem ContentUnlimited Audio Katalog von VirtualDJ entfernt.

Innerhalb von 12 Stunden nach der Nachricht über das Ende von Grooveshark hat Atomix zwei neue Versionen von VirtualDJ 8 (build 2231) und Virtual7 (v7.4.3) herausgebracht. Um das Fehlen der bislang von Grooveshark gelieferten Tracks auszugleichen, wurde sichergestellt, dass jede Suchanfrage, die nicht aus den verbleibenden, kleineren Katalogen bedient werden kann, Ergebnisse aus NetSearch liefert. Bereits zuvor aus dem Grooveshark Angebot heruntergeladene Tracks, die sich auf dem Computer des VirtualDJ Kunden im Cache befinden, können weiterhin uneingeschränkt genutzt werden.

Atomix erklärt, dass bei NetSearch manchmal auch Tracks in geringer Auflösung angezeigt würden, es wären meistens aber auch ein oder zwei Versionen dabei, deren Qualität ausreichend gut ist, so dass sie auch von Profi-DJs gespielt werden können. Atomix zeigt Verständnis, dass diese Situation für die Abonnenten nicht ideal ist, deshalb hätten sie den bestehenden Abonnenten den Service von ContentUnlimited Audio in dieser Woche kostenlos angeboten.

Für eine Woche wurde bei den existierenden Abonnenten von ContentUnlimited Audio der Rechnungslauf verschoben, so dass bei ihnen die nächste Abbuchung in fünf statt in vier Wochen vorgenommen wird. Somit können diese den verbleibenden Service für eine Woche kostenlos nutzen. Atomix verspricht, die Rechnungsstellung gegebenenfalls weiter zu verschieben, bis für die Kunden eine Lösung mit einem neuen Lieferanten gefunden wurde.

Kunden, denen der neue Anbieter nicht gefallen sollte, können das Abo kündigen, die Tage im Mai, in denen sie ContentUnlimited nicht nutzen konnten, werden ihnen nicht berechnet.

Atomix versichert, dass sie mit Hochdruck daran arbeiten, ihren Kunden wieder einen umfangreichen Katalog an qualitativ hochwertiger Musik, der vollständig lizenziert ist, zur Verfügung zu stellen.

Atomix schreibt weiterhin, dass sie gewusst hätten, dass Grooveshark bereits vor vielen Monaten angeklagt worden war, aber dass das Management von Grooveshark ihnen versichert hätte, dass sie eine Vereinbarung mit den Labels treffen, um alles wieder ins Lot zu bringen. Eine solche Vereinbarung zu treffen, ist offensichtlich nicht gelungen, so dass Atomix geschockt gewesen sei, als sie von dem Gerichtsurteil erfuhren.

Sie hätten bereits damals angefangen, nach alternativen Lieferanten zu schauen, aber nun würden sie die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit zwei weiteren, namentlich nicht genannten Partnern untersuchen, die den ContentUnlimited Audio Abonnenten ein noch besseres Angebot machen wie zuvor Grooveshark.

Hier die offizielle Mitteilung im englischsprachigen Forum von VirtualDJ.

Bist Du Abonnent des ContentUnlimited Audio Angebotes von VirtualDJ? Was sind Deine Erfahrungen mit dem derzeit eingeschränkten Angebot? Schreib uns in die Kommentare …

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