Musik & Mixen

6 coole Webseiten, um aufregende Musik zu entdecken

aufregende Musik entdecken. Grafik: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com
aufregende Musik entdecken. Grafik: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com

Die DJ Charts von Beatport und die Shazam 100 Charts liefern Dir aktuelle Songs, die viele Leute gerade mögen.  Aber wie entdeckst Du aufregende Musik, die nicht gerade jeder auflegt? Heute stelle ich Dir 6 kostenlose Webseiten vor, die super geeignet sind, mehr und spannendere Musik zu finden, die nicht ständig im Radio läuft und die nicht in allen anderen Clubs gerade hoch und runter läuft.

Bei den ersten vier Webseiten ist meisten ein heißer Track der Ausgangspunkt meiner Entdeckungsreise. Dreimal geht es dabei um die Leute,  die an dem Track im weiteren Sinne mitgewirkt haben, bei der vierten Webseite um die Musik selbst.

Allmusic

Allmusic Logo
Allmusic ist eine äußerst umfangreiche, redaktionell betreute Musikdatenbank.

AllMusic ist eine professionelle, englischsprachige Webseite, hinter der eine äußerst umfangreiche Musik- und Musiker-Datenbank des Unternehmens Rovi steht. Sie hat eine starke Suchfunktion und bietet Dir zu fast jedem Künstler eine Biographie in Form eines fundierten Artikels und eine vollständige Diskografie, die neben Alben und Singles auch die Compilations aufführt, auf denen Tracks des Künstlers veröffentlicht wurden. Und selbst DVDs werden angezeigt, sollte der Künstler welche gemacht haben. Und Links zu den offiziellen Videos des Künstlers im Netz findest Du auch.

Auf Allmusic schreiben Musik-Journalisten fachkundige Besprechungen zu den Musikern und ihren Alben, zum Teil selbst zu einzelnen Stücken. Das ganze allerdings ausschließlich auf Englisch. Darüber hinaus gibt es zwei Bewertungssysteme. Wie bei Hotels werden ein bis fünf Sterne vergeben, nur feiner abgestuft in halben Schritten. Die Sterne gibt’s zum einen von der Redaktion, zum anderen von den Usern von AllMusic. So hilft mir das Bewertungssystem sehr zuverlässig, schnell die besten Alben und Tracks eines Künstlers zu identifizieren.

Zu den Tracks gibt es die Songtexte, eine Vorhörmöglichkeit und direkte Links zum Einkauf bei Amazon und iTunes bzw. Streaming bei Spotify oder Rdio. Besonders spannend finde ich aber, dass zu jedem Track die Komponisten und alle mitwirkenden Musiker eines Albums aufgeführt werden, aber auch die Produzenten und Toningenieure.  So ist es durch einen Klick ein Leichtes herauszufinden, an welchen anderen Tracks oder Alben diejenigen noch mitgearbeitet haben.

So kann ich aufregende Musik entdecken, von der ich vielleicht noch nie gehört habe – oder habe Aha-Erlebnisse: Ach, hier hat sie auch mitgespielt. Das ist auch von dem produziert. Dieses Album hat er auch abgemischt usw. Zusätzlich gibt es zu jedem Künstler eine große „ähnlich“ Abteilung. Und zu guter letzt hast Du die Möglichkeit, über Genre einzusteigen und auf diesem Weg für Dich völlig neue Musikstyle zu erkunden.

Der Schwerpunkt bei AllMusic liegt auf kommerziell erfolgreichen Künstlern und englischsprachiger Musik. Es werden durchaus auch Bereiche abgedeckt, die darüber hinaus gehen, dann nimmt die Vollständigkeit der angebotenen Informationen aber deutlich ab.

Discogs

Hinter Discogs (englische Kurzform für Discographies (= Diskografien)) steht ebenfalls ein kleines Unternehmen. Diese Webseite ist aber vor allem durch die Mitarbeit ihrer Benutzer getrieben. So haben schon mehr als 235.000 Nutzer Infos in die Datenbank eingetragen, sie enthält Infos zu 5,9 Mio. Tracks und 3,8 Mio. Künstlern.

Auch hier besteht die Möglichkeit, die Releases zu kaufen, allerdings nicht als Download, sondern Discogs ist ein Marktplatz zwischen Anbietern und Käufern von meistens gebrauchten CD und Vinyl. Aber selbst wenn Du nichts kaufen willst, ist Discogs eine wahre Fundgrube an Wissen über Musik. Bei Discogs gibt es zu jedem Künstler eine vollständige Diskografie mit Alben, Singles und Compilations, auf denen er erschienen ist. Jeder Eintrag ist mit Links versehen zu allen an der Produktion Mitwirkenden. Auch hier kannst Du vorhören, meistens über eingebettete Youtube Videos.

Zu bekannteren Künstlern gibt es auch redaktionelle Berichte, allerdings bei weitem nicht im Umfang wie bei Allmusic. Die Webseite ist in Englisch, aber selbst mit nur geringen Englischkenntnissen solltest Du die Seite nutzen können, da die Informationen in erster Linie aus Künstlernamen und Infos zu Alben und Tracks bestehen.

Punkten kann Discogs mit der unglaublichen Breite und Tiefe der eingetragenen Musik. Die Webseite deckt Musik aus so ziemlich jedem Land ab. Sie erreicht durch die große User-Beteiligung einen unglaublichen Umfang und Vollständigkeit, auch bei kommerziell unbedeutender Musik.

Besonders interessant finde ich, dass Discogs alle weltweiten Releases einer Vinyl oder CD zeigt. Die jeweiligen Label sind ebenfalls per Hyperlink aufrufbar, so dass eine weitere interessante Route zur Erkundung von Musik in dem Erkunden der Releases eines Labels besteht. So erschliesst Du Dir weitere gute Musik wie der Track, mit dem Du Deine Suche angefangen hast.


Titelgrafik: ClkerFreeVectorImages / pixabay.com

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