Musik & Mixen

5 einfache Wege, um besser zu klingen als andere DJs

Foto: Anna Omelchenko/Fotolia.com
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Manchmal frage ich mich, wie viele DJs Verantwortung dafür übernehmen, wie gut (oder schlecht) sie für ihr Publikum klingen: Wie gut ihre Musikdateien als Ausgangsmaterial sind, wie sie die Musik in hoher Qualität vom Rechner zum Lautsprecher bringen und wie die Musik in der Location präsentiert wird. Tun DJs das nicht, können sie den Gästen den Abend vermiesen und stehen selbst blöd da, weil ihre Musikauswahl einfach nicht richtig rüberkommt.

Damit ich als digitaler DJ besser klinge als andere, gibt es die folgende fünf Punkte, auf die ich achte:

Musik-Dateien

Bei meinen Musik-Dateien achte ich darauf, dass sie von guter Qualität sind. Dateien kaufe ich – soweit möglich –   in nicht-datenreduzierten Formaten wie .WAV oder .FLAC. Wenn ich datenreduzierte Formate nutze, achte ich darauf, dass sie eine hohe Datenrate haben, also möglichst wenig Musik-Informationen verloren gegangen sind. Bei .MP3 am besten 320 kbps, bei .AAC 256 kbps. Alle Dateien, die 192 kbps oder weniger haben, habe ich durch Musik in guter Qualität ersetzt oder rausgeworfen.

Die datenreduzierten Formate sind entwickelt worden, um sie „gerade“ zu hören, also unverändert abzuspielen. Als DJ verändere ich aber die Geschwindigkeit der Tracks, wende Filter und Effekte darauf an. Bei diesen Aktionen wird die Musik in der DJ-Software umgerechnet. Je weniger Informationen als Ausgangsbasis da sind, desto schlechter wird das Ergebnis klanglich.

Und nein, es ist keine Lösung, eine MP3-Datei mit geringer Auflösung mit einem Tool „hochzurechnen“ und dann mit 320 kbps neu abzuspeichern. Was einmal datenreduziert ist, ist weg und kann nicht wieder errechnet werden. Auch das Rippen von Musik-Videos, z.B. von Youtube, ist keine gute Idee, da die Musik dort ebenfalls stark datenreduziert ist.

Klangqualität des Controllers

Beim Kauf meines Controllers schaue auf die Qualität der integrierten Audio-Schnittstelle. Diese setzt die digitalen Daten aus meinem Rechner in das analoge Signal um, dass an die PA übergeben wird, und ist damit ein zentrales Element in meiner Wiedergabekette von der Musikdatei zum Lautsprecher.

Gutes Kabel

Auch das Kabel, mit dem ich meinen Controller an den Club-Mixer oder die PA anschliesse, ist ein wichtiges Glied in dieser Wiedergabekette. Ich beachte, dass asymmetrische Verbindungen nur für kurze Strecken gedacht sind, also z.B. alle Kabel mit Cinch-Steckern nicht länger als 1,5 Meter sind, besser sogar kürzer. Da mein Controller über entsprechende Ausgänge verfügt, nutze ich – wenn der Club-Mixer oder die PA entsprechende Eingänge haben – symmetrische Verbindungen. Diese haben XLR- oder Klinkenstecker und erlauben es, auch längere Distanzen ohne Einstreuungen von Störquellen zu überbrücken.

Ich nehme nicht die billigsten Kabel, diese haben in der Regel primitive Stecker und schlechte Materialien im Kabel selbst. Es muss natürlich auch nicht die sündhaft teure Strippe aus dem Hifi-Laden sein. Gute Qualität finde ich in der Regel in Musikfachgeschäften. Ich schaue nach Ware von Markenherstellern mit Steckern in professioneller Qualität von z.B. Neutrik.


Titelfoto: Anna Omelchenko/Fotolia.com

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