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[BPM 2016] Roland präsentiert Serato DJ Controller DJ-808

Roland DJ-808. Foto: Roland
Roland DJ-808. Foto: Roland

Was für eine Überraschung – mit Roland tritt ein neuer Spieler auf den DJ Controller Markt. Seit den 80er Jahren ist Roland mit seinen Bass- bzw. Drum-Synthesizern TB-303, TR-808 und TR-909 ein grundlegender Baustein in elektronisch produzierter Musik. Unendlich viele Songs, auch aus dem Bereich Pop, Funk, Soul, R&B, Hip-Hop, aber auch House und Techno würde es ohne diese Instrumente nicht geben. Jetzt geht Roland los und präsentiert im Vorfeld der BPM Show 2016 den DJ-Controller DJ-808.

Roland DJ-808 mit Stepsequenzer
Die Besonderheit des Roland DJ-808 ist der Stepsequenzer oben. Foto: Roland

 

Der DJ Controller wurde in enger Zusammenarbeit zwischen Serato und Roland entwickelt. So soll er über eine nahtlose Integration von Hard- und Software verfügen. Wirklich abheben von anderen Controllern tun ihn aber seine musikalischen Gene, die ihm Roland mitgegeben hat. So ist ein Stepsequenzer an Bord, eine Einheit zum Voice Processing und Anschlussmöglichkeiten für externe Instrumente. Damit lässt er sich nicht nur zum Auflegen und Performen – also der Wiedergabe aufgezeichneter Musik – einsetzen. Der Roland DJ-808 findet auch im Studio oder bei echten Live-Auftritten seinen Platz.

  • In ihm ist eine TR-S Drum Machine integriert, die die berühmten Drum Sounds der Roland TR-606, TR-707, TR-808 und TR-909 in einem 16-Step Sequencer mit Bass Drum, Snare Drum, Hi-hats and Claps mit individuellen Lautstärkereglern bietet.
  • Der Sequenzer kann auch die mit der neuesten Serato DJ Version 1.9.3 verbesserten 8-Sample Slots der DJ Software triggern.
  • Umfangreiche Einstell- und Regel-Möglichkeiten für jedes Instrument. BPM-Sync, Shuffle und Scale sind wählbar. Trim, Attack, Tune und Decay per Encoder einstellbar
  • Die Serato DJ Effekte lassen sich wahlfrei auf die TR-S anwenden
  • RGB-farbig hintergrundbeleuchtete Performance Pads geben DJs nicht nur Zugriff auf die üblichen Serato DJ Features (Hot Cues, Loop Roll, Slicer und Sampler). Über sie lässt sich auch der TR Pad Mode der Drum Machine und Pitch Play steuern.
  • Der Roland VT Voice Transformer ist ebenfalls neu in einem DJ Controller. Mit ihm sind viele Effekte möglich wie Pitch Shifting und Vocal Key Matching um Tracks mit dem Auto Pitch Feature abzuspielen.
  • Der Mikrofoneingang verfügt über 2-fach EQ und Talkover („Duck“). Für Pitch, Formant und Reverb (Hall) gibt es separate Dreh-Encoder  
  • Über zwei AIRA Link USB Ports lassen sich Roland Synths und Instrumente an den DJ-808 anschliessen. MIDI-Verbindungen sind ebenfalls möglich.
  • Inklusive Serato DJ und dem Add-On Pitch ‘n Time DJ, das extrem hochwertiges Key Lock und Key Shifting bietet. Also das Festhalten der Tonhöhe bei Änderung der Geschwindigkeit oder das Anpassen der Tonhöhe für harmonisches Mixen.
  • Der DJ-808 ist DVS-fähig. Dazu muss das Serato DJ DVS Expansion Pack erworben werden.
  • Neben der Crossfader-Kurve ist auch die der Kanalfader in drei Stufen einstellbar
  • im Kanalzug sitzt ein Encoder, der nicht nur als Filter, sondern auch zur Steuerung der Channel FX dient
  • eigener Kanalfader für Sampler bzw. TR-Drum Machine
  • mit 24bit/96kHz Soundkarte
  • Dual-Deck Modus um zwei virtuelle Serato DJ Decks gleichzeitig mit einem der beiden Decks zu steuern
  • 100 mm lange Pitch Fader für feinfühliges Beatmatching
  • 6,3 und 3,5 mm Klinke Anschlüsse für Kopfhörer, Cue-Split per Schalter wählbar
  • Combo-Buchsen (XLR/Klinke) für den Mikrofon-Eingang
  • Master Ausgang mit XLR (symmetrisch) und Cinch (asymmetrisch) sowie Booth-Ausgang (6,3 mm Klinke), allerdings keinen separaten Regler für Booth-Lautstärke
  • integrierter USB-Hub mit zwei Anschlüssen
Die Vorderseite des Roland DJ-808
Die Vorderseite des Roland DJ-808 mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten für den Cross- und die Kanalfader. Foto Roland

Der Controller soll ab Ende Oktober im Handel sein und ca. 1499 € kosten.

Der DJ-808 ist in mehrfacher Hinsicht ein bemerkenswerter Launch. Zum einen gewinnt Serato, nachdem Pioneer DJ als größter Partner mit rekordbox dj seine eigene DJ Software herausgebracht hat, einen weiteren namhaften Partner. Roland verfügt über jahrzehntelange Erfahrung mit elektronischen Musikinstrumenten – jeder Producer kennt deren Geräte und Sounds. Es gibt noch kein Gerät, das DJing, Producing und Live-Auftritte so eng verzahnt. Bei Native Instruments sind das Producing und das DJing noch immer weitestgehend getrennt Geräte- und Software-Welten. Pioneer DJ hat mit dem Toraiz SP-16 zwar erste Schritte in Richtung Producing gemacht, präsentiert den Step-Sequenzer aber ebenfalls als getrenntes Gerät.

Bist Du DJ und Producer oder Live-Musiker? Was hältst Du vom neuen Roland DJ-808? Sinnvolle Integration oder sind Dir getrennte Geräte lieber? Ich freue mich über Deine Erfahrungen und Meinung in den Kommentaren …


[Update 14.09.2016]: Preis und Verfügbarkeit ergänzt.

2 Kommentare

  1. Zuerst einmal neige ich zu einem Wow und dazu dieses Ding unbedingt einmal auszuprobieren, erst dann wird sich zeigen, ob sich ein „All-In-One“-Gerät dieser Art lohnt oder ob einem beim Auflegen die Zeit für diese Spielereien bleibt. Falls alles so funktioniert, wie angedacht, dann hat ein guter DJ nun wieder die Möglichkeit sich von allen Hobby-Synch-DJs abzuheben, indem er eigene Live-Remixes in seine Set einstreut !!

    • Praktisch gleich drei amtliche Drum-Machines an Bord eines Controllers zu haben, ist schon was Feines. Zumal man diese hier über den Serato DJ Sampler auch noch mit eigenen Sounds füttern und diese im Sequenzer triggern kann. Das Ganze im Sync mit der DJ Software und bei Bedarf weiteren Instrumenten. Das eröffnet wirklich neue Möglichkeiten … Andreas

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