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Denon DJ kauft Soundswitch

Soundswitch Logo
Soundswitch Logo. Grafik: Soundswitch

Denon DJ gibt heute offiziell bekannt, dass sie den Lichttechnik-Softwarehersteller Soundswitch kaufen.

Soundswitch hat 2016 die erste Version seiner innovativen Lösung aus Hard- und Software vorgestellt. Dank Soundswitch ist es einem DJ möglich, eine DMX-gesteuerte Lichtshow synchron zu seinen Songs laufen zu lassen.

Stand heute ist Soundswitch eng Serato DJ integriert, was gut zu Denon DJ passt, da deren Geräte auch in weiten Teilen für Serato DJ gemacht sind. Soundswitch arbeitet auch mit Tracks aus der iTunes Mediathek, so dass es sich auch mit anderen DJ Programmen einsetzen lässt, da praktisch alle DJ Weichwaren eine iTunes-Integration bieten. Spannend wird es zu sehen, ob und wann Soundswitch mit Denon DJs eigener Software Engine Prime zusammenarbeitet. Gerade für die Flaggschiff-Medienspieler Denon DJ SC5000 Prime mit Denon DJ Prime als Software zur Vorbereitung der Tracks würde sich eine solche Lichtsteuerung ja anbieten.

Unsere Meinung

Die Lösung aus Hardware (Schnittstelle von USB auf DMX) und Software ähnelt letztendlich sehr dem Lighting Modus von rekordbox dj und dem Interface RB-DMX1, die Pioneer DJ dieses Frühjahr herausgebracht hat. So macht der Kauf sowohl für Denon DJ Sinn, die ihr Angebots-Portfolio erweitern, als auch für Soundswitch, die bei einem finanzstarken Gruppe unterschlüpfen, statt als David alleine gegen den Goliath Pioneer DJ zu kämpfen.

Soundswitch und Pioneer Lighting haben gemeinsam, dass sie erst wirklich schön funktionieren, wenn du einen Track individuell bearbeitest. Und wenn du genau weißt, welche Lampen dir zur Verfügung stehen. Also irgendwie weder für mobile DJs noch für Club-DJs ein Selbstläufer. Erstere haben zwar ein wohldefiniertes Licht-Setup, verwenden aber in der Regel Tausende oder gar Zehntausende von Tracks, da sie sehr individuelle Sets spielen und oft auch auf Wünsche der Gäste eingehen. Sie werden aber wenig Lust verspüren, solche Mengen von Tracks individuell zu bearbeiten. Zweitere spielen zwar eher ein festes Set aus einer überschaubaren Anzahl an Tracks, die sich mit überschaubarem Aufwand bearbeiten lassen. Aber ein Club-DJ spielt unter Umständen in verschiedenen Locations mit völlig unterschiedlichen Licht-Setups. Und ob der LJ bzw. der Haustechniker begeistert ist, wenn der DJ Zugriff auf die DMX-Steuerung haben möchte?

Ohne Frage ist es aber ein spannender Ansatz, die Lichtsteuerung mit der DJ-Software zu synchronisieren. Denon DJ hatte ja mit Stagelinq bereits eine eigene Schnittstelle zur Lichtsteuerung im MCX8000 verbaut. Diese war bislang aber nie wirklich nutzbar, da es keine Hard- oder Software gibt, die mit dem Protokoll arbeiten. Selbst die Marq-Lampen der gemeinsamen Muttergesellschaft unterstützen Stagelinq nicht. In der Pressemitteilung heißt es: „Denon DJs StageLinQ Protokoll wird zusammen mit SoundSwitch letztendlich den sich ständig wandelnden und schnell expandierenden Sektor des Marktes noch tiefer durchdringen.“ Es bleibt aus meiner Sicht abzuwarten, ob Denon DJ diese beiden Ansätze tatsächlich verbindet oder sich Soundswitch als der Weg der Zukunft erweist.

Deine Meinung zu Soundswitch und dem Kauf durch Denon DJ

Setzt du Soundswitch bereits ein? Was meinst du zum Kauf des kleinen Unternehmens durch Denon DJ? Und wie attraktiv ist für dich eine solche in die DJ-Software integrierte Lichtsteuerung? Schreib deine Meinung in die Kommentare …

 

 

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