Ärmel hoch ...

Die 8 Dateiformate für Musik, die jeder DJ kennen sollte (Teil 1)

Schallplattenregal. Foto: Lupo/pixelio.de
Schallplattenregal. Foto: Lupo/pixelio.de

Als digitaler DJ kennst Du sicherlich MP3 als das am weitesten verbreitete Dateiformat für Musik. Es gibt aber eine Reihe weiterer Audio-Dateiformate, die Dir als DJ in Online-Shops, auf USB-Sticks oder Festplatten begegnen können. Hier kommt ein kurzer Überblick. Die acht Dateiformate lassen sich prima unterteilen in verlustfreie Dateiformate (mit denen fange ich hier an) und verlustbehaftet komprimierte (um die geht es in Teil 2).

Verlustfreie Dateiformate

Verlustfreie Dateiformate speichern alle Informationen ab, die im Ausgangsmaterial enthalten sind. Das heißt, dass auch bei der Wiedergabe alle Informationen in der Musik noch vorhanden sind. Das hilft Dir, Deine Musik Deinem Publikum mit dem best-möglichen Klang zur präsentieren. Die verlustfreie Formate kannst Du weiter unterscheiden in unkomprimierte und komprimierte Dateiformate.

unkomprimierte Dateiformate

Diese beiden Formate speichern die Musikinformationen sehr ähnlich wie auf einer Audio-CD. In der Regel ist die Musik auch mit den Spezifikationen der Audio-CD abgelegt: 16-Bit Wortbreite und 44,1 KHz Abtastrate.

AIFF

Das Audio Interchange File Format (AIFF) ist ein Dateiformat (Containerformat) zum Speichern von Audiodaten. Es wurde vom Unternehmen Apple entwickelt und wird als Standard-Audioformat auf dem Mac eingesetzt. Reguläre Audio-CDs speichern ihr Audiosignal im Format PCM – und AIFF speichert die eigentlichen Audiodaten nahezu identisch. Das Pendant zu AIFF in der Welt von Microsoft Windows ist das Format WAVE.

AIFF-Dateien lassen sich mit „ID3v2 tags“ versehen, in denen die Meta-Daten, die Informationen über Titel, Interpret, Album, BPM-Rate. Tonart usw. enthalten sind. ID3v2 ist das gleiche Metadatenformat, das auch für MP3-Dateien verwendet wird.

Aufgrund der hohen Verbreitung von Macs in Tonstudios und in der Musikproduktion ist das AIFF-Format in diesen Bereichen sehr stark verbreitet. Wenn Du also Dateien von Producern bekommst, kann es ein, dass sie in diesem Format sind. Durch die Möglichkeit, in ID3v2-tags Informationen über die Musik plattformübergreifend zu speichern, sind sie zum DJen wesentlich besser geeignet als WAV-Dateien. Da AIFF-Format spielt allerdings in Musik-Verkaufsportalen so gut wie keine Rolle.

WAVE

Das WAVE-Dateiformat ist ein Containerformat zur digitalen Speicherung von Audiodaten. Die Dateiendung lautet .wav.

Im Gegensatz zum ähnlichen AIFF-Format lassen sich bei WAV keine ID3-Tags speichern, also keine Text- oder Bild-Informationen über die Musik. Manche Software-Programme haben zum Speichern dieser Meta-Daten zwar eine eigene Lösung, beim plattformübergreifenden Austausch der WAV-Dateien sind diese Informationen vom anderen Programm bzw. Gerät aber nicht lesbar, es spielt lediglich die Musik.

Damit eignet sich das WAV Format für DJs in der Regel nicht gut, da die individuell gespeicherten Meta-Daten nicht portierbar sind. Wenn Du z.B. auf eine andere DJ-Software wechselst, musst Du die ganze Arbeit noch einmal machen.


 

Titelfoto: Lupo / pixelio.de