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Investoren stecken 50 Mio. € in Native Instruments

Native Instruments Logo
Native Instruments Logo. Quelle: Wikipedia Commons

In der Frankfurter Allgemeinen gibt es einen interessanten Artikel über eine wichtige Entscheidung bei dem Berliner Unternehmen Native Instruments. Die Beteiligungsgesellschaft EMH Partners steckt rund 50 Mio. € in den Marktführer für Soft- und Hardware für digitale Musikproduktion. Auch die noch aktiven Gründer rund um den Chef Daniel Haver sollen in die Tasche gegriffen haben und einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen investiert haben.

Mit dem Geld soll insbesondere für Einsteiger und Konsumenten die digitale Musikproduktion noch einfacher werden. Die Gruppe der Gründer hält nach den Beteiligungen noch immer die Mehrheit an Native Instruments, die Beteiligungsgesellschaft EMH Partners verfüge über eine bedeutende Minderheitsbeteiligung. Ein Verkauf an einen Investor sei nie eine Option gewesen, so Haver in der FAZ. Vielmehr möchte das Unternehmen das Geld nutzen um die „Musikproduktion zu demokratisieren.“

Der Investor sieht seine Beteiligung als langfristig und spricht von einem Anlagehorizont von 10 Jahren.

Native Instrument beschäftige rund 400 Mitarbeiter in Berlin, davon die Hälfte Techniker. Rund 65 Mitarbeiter arbeiteten in Los Angeles, einige auch in China, vor allem zum Management der Auftragsfertiger für die Hardware. Aktuell würden pro Monat 10 bis 15 neue Mitarbeiter eingestellt.

Was heißt das für Native Instruments und DJs?

In dem Artikel wird das Thema DJ praktisch nicht erwähnt (außer der Konkurrenzsituation zu Pioneer DJ). Vor allem in der Zukunftsperspektive, die dort für Native Instruments beschrieben wird, kommt „DJ“ nicht vor. Das passt auch zu unseren Beobachtungen der letzten anderthalb Jahre. Seit erscheinen des Stems-Formats und den dazu passenden Geräten Kontrol D2, S5 und S8 ist keiner neue DJ Hardware erschienen oder angekündigt. An den relevanten Messen nimmt Native Instruments praktisch nicht mehr teil. Im Bereich Software wird nur auf kleiner Flamme geköchelt, das Innovationstempo könnte kaum geringer sein. Weder in die Produktpflege noch in neue Features investiert Native Instruments erkennbar übermäßig viel Arbeit.

Dagegen bringt Native Instruments im Bereich Musikproduktion ständig neue Instrumente sowohl als Hardware als auch als Software auf den Markt.

Was meinst du? Hat Native Instruments den DJ Markt aufgegeben? Oder erwartest du in absehbarer Zeit eine große Überraschung? Schreibe deine Meinung in die Kommentare …

Zum vollständigen Artikel von Thiemo Heeg und Carsten Knop in der F.A.Z online.

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