Musik & Mixen

Ist ein digitaler Record Pool was für Dich? (Teil 2)

Record Pool
Record Pools haben früher Schallplatten an DJs gegen Feedback verteilt. Foto: artemtation/Pixabay.com

Nachdem wir in Teil 1 über die Geschichte von Record Pools und die Kriterien zur Auswahl eines passenden Pools geschrieben haben, geht es hier weiter. Aus der großen Menge an Record Pools kommt hier eine Auswahl, die es sich anzuschauen lohnt. Sie kosten zwischen nichts und 100 US$ pro Monat. Sie haben fast alle gemeinsam, dass sie in englischer Sprache sind.

Wenn Du regelmäßig auflegst und damit Geld verdienst, sei es als Club-DJ, sei es als mobiler DJ, gibt es bestimmt mindestens einen Musik-Pool, der Dir eine Hilfe bei der Arbeit ist. Vor allem, wenn Du auch an die Zeitersparnis bei der Suche und Auswahl der neuesten Musik denkst.

Digiwaxx – Seit 1999 am Start, sehr altbackene Webseite. Schwerpunkt Hip-Hop, aber auch House, Rock, Drum&Bass, Hip-Hop, R&B, Reggae und Funk. Arbeitet mit Majors wie Warner, Sony, Capitol, Atlantic etc. zusammen. Kostenlos.

DJ City – Einfache Benutzeroberfläche, Musik in technisch guter Qualität. Hauptsächlich Pop, angereichert mit EDM, Hip-Hop und R&B, auch ein bisschen Latin. Viele exklusive Remixe. Auch hier spezielle, DJ-freundliche Intros und Outros, die das Mixen erleichtern. Für viele Releases sind auch die Acapella und Instrumental-Version erhältlich, mit denen Du Dein Set würzen kannst. Android und iOS Apps für Smartphone und Tablet erlaubt es, die Musik auch unterwegs zu checken. Für drei Monate 90 US$.

DMS – Direct Music Service – Seit 1999, gute Suchfunktion. Die Webseite wurde gerade überarbeitet. DMS deckt ein weites Spektrum ab von Rock und Pop über House zu Hip-Hop. Bietet exklusive Edits an sowie DJ-freundliche Intros, Outros, Acapellas usw. Alle Dateien mit 256 oder 320 kbps als MP3s, keine WAVs oder FLACs. Fünf mal pro Woche neue Musik. 29,95 US$ für 40 Downloads pro Monat, 44,95 US$ für 80 Tracks und 64,95 US$ für unbegrenzte Downloads. Ungenutzte Downloads verfallen nicht, sondern werden auf den nächsten Monat übertragen. Bei Abschluss eines Jahresabos gibt es noch einmal Rabatt zwischen 25% und 43%.

iDJ Pool / Urban DJ Pool – seit 1985. MP3 mit 320kbps, ordentlich getaggt. Sehr ansehnliche, professionalle Webseite. Tägliche Updates, verschiedene Versionen eines Tracks, unbegrenzte Downloads. Weites Spektrum an Genres bei iDJ, Fokus auf Urban Music = Hip-Hop und R&B bei Urban DJ Pool. Tracks müssen nicht bewertet werden. Große Auswahl, arbeitet mit den Major Labels zusammen. IDJ: 15 US$ bis 50 US$ pro Monat, 500 US$ pro Jahr. Urban DJ: 24 US$ pro Monat, 240 US$ pro Jahr.

Kings of Spin – seit 2002, alle Tracks als MP3 mit 320 kbps, Angaben zu BPM und Key im Titel-Tag, aber nicht in den passenden Meta-Tags hinterlegt. Informiert per E-Mail einzeln über neue Tracks. Breites Spektrum an Genres mit klarem Fokus auf tanzbar, obwohl auch Radio DJs bedient werden. Die Genres, die Dich interessieren, kannst Du voreinstellen. Bewertungen werden erwartet, entweder über eine einfach Ampel-Logik oder mit 10er Skala und Text. Quasi täglich Neuerscheinungen. Ältere Tracks können über die Webseite geladen werden. Kostenlos.

Late night Record Pool – seit 2003, mengenmäßig stark begrenztes, dafür qualitativ gut vorgesiebtes Angebot. MP3s in hoher technischer Qualität und gut getaggt, sehr weite Auswahl an Genres, die hier gar nicht alle genannt werden können. Bietet neben Musik auch Videos an. Abos von 47 US$ pro Monat bis 397 US$ pro Jahr.

Masspool Digital – Seit 1989, Club-Dance, Hip-Hop,R&B, Reggae und (US) Top 40, House, Trance, Latin. Altgedienter und angesehener Musik Pool. 24,99 US$ pro Monat.

Pool Position – seit 1994. Einziger Deutscher Record Pool in der Liste. Eher kleine, spezialisierte Auswahl. Fokus auf Dance Music. Kostenlos für Schlagermusik, für Dance, Pop und Black rund 13 € bis 16,50 € pro Monat inkl. MwSt. – erfordert jährlich ausgefüllte und abgestempelte Bescheinigungen von Clubs und/oder DJ-Agenturen als Nachweis.

Promo Only – Moderne Benutzeroberfläche, sehr weites Spektrum (auf den US-Geschmack zugeschnitten, auch mit Christian Music und Country, aber auch große Auswahl an Latin mit Salsa, Merengue, Bachata, Soca). Musik und Videos. Diverse, genre- und formatabhängige Preispläne zwischen 20 US$ und 100 US$ pro Monat.

Release Promo 2.0 – schicke Benutzeroberfläche, namhafte Testimonials wie Armin van Buuren, Paul Oakenfold, Sasha, Tiesto. Schwerpunkt ist ausschliesslich elektronische Tanzmusik: Techno, Tech House, Progressive House, Minimal, Electro, House, Trance, Breaks, Deep House, Electronica, and Drum & Bass. Mindestens 3-Monatsabo für 59 US$ pro Monat.

zipDJ – MP3s mit 320 kbps, täglich neue Titel von über 1.700 Lables. Große Auswahl an Club Dance, House, Trance, R&B, Hip Hop, Reggae, Pop, Rock, Latin. Unbegrenzte Downloads. Verschiedene Abos, von 50 US$ pro Monat bis 420 US$ pro Jahr. Ein erster Probemonat kostet 35 US$.

Bist Du in einem der Record Pools? Was sind Deine Erfahrungen? Haben wir einen vergessen? Schreib uns in Kommentare ….


Titelfoto: artemtation/pixabay.com

2 Kommentare

  1. Hola,

    erstmal ne glatte 10 für diese Internetpräsenz….weiter so.

    Aber eine Detailsache zum Record Pool KINGS OF SPIN:
    Vielleicht habe ich hier auch nur etwas nicht korrekt verstanden, aber der Pool scheint lt den AGBs NUR für TV/Radio DJs kostenlos zu sein, oder?

    Auszug aus deren AGBs:
    3. Cost of using the Services
    3.1
    Membership and use of the Services is free for all Radio/TV DJ’s and £50 per year for all non-Radio/TV DJ’s.

    Oder was ist zu tun, um doch den kostenlosen Zugriff auf die Downloads zu bekommen?
    Zählt auch die Clubadresse?

    Danke für dein Feedback,
    Easy

    • Hola Easy, schön, dass Dir einfach auflegen gefällt 🙂

      In die AGB habe ich nie geguckt, ich nutze den Dienst selbst als (normaler Club) DJ. Schreib einfach mal hin und bewirb Dich. Bei mir haben damals die Infos über die Clubs gereicht, in denen ich auflege.

      Ich weiß nicht, ob sich da was geändert hat, seit ich mich angemeldet bzw. später den Artikel geschrieben habe. Aber selbst 50 GBP fände ich es noch locker wert. Da kommt – nach meinem Geschmack – wirklich richtig viel gutes Zeugs. Andreas

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.