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[NAMM 2017] Mixars präsentiert Serato DJ Controller PRIMO

Mixars PRIMO. Foto: Mixars
Mixars PRIMO. Foto: Mixars

Vor ein paar Tagen schrieb ich noch, dass der von Mixars angekündigte Name PRIMO wunderbar zu deren ersten Controller passen würde. Und schwups, da ist er schon. Vielleicht sollte ich ins Marketing wechseln 😉

Zur NAMM 2017 präsentieren die Italiener nicht nur eigene Crossfader und einen schicken Battle-Mixer, sondern auch einen 2-Kanal Controller für Serato DJ. Der hat ganz klar die Mixars Gene, das heißt er ist (auch) fürs Scratching und DVS geeignet. Auch vom Aussehen übernimmt er eine Reihe der Elemente vom erfolgreichen Mixars DUO Mixer

Haben andere Hersteller zuletzt vor allem 4-Kanal Geräte auf den Markt gebracht, ist der Mixars PRIMO ein reinrassiger 2-Kanaler. Der ist umfangreich ausgestattet und verfügt nicht nur über 15 cm große Jog Wheels aus Aluminium mit integrierten On-Jog-Display und LED-Ring. Er hat auch Eingänge für externe Zuspieler und läuft bei Bedarf als Stand-alone-Mixer. Neben den hochwertigen Serato DJ Effekten, die sich ja durch Plus-Packs auch noch erweitern lassen, hat er auch stand-alone Effekte für jeden der beiden Kanäle an Bord. Das sind Filter, Noise, Crush und Gate. Diese stehen auch dann zur Verfügung, wenn der PRIMO als reines Mischpult eingesetzt wird, also ohne angeschlossenen Laptop läuft.

Die Arbeitsoberfläche des Mixars PRIMO mit den großen Jog Wheels. Foto: Mixars
Die Arbeitsoberfläche des Mixars PRIMO mit den großen Jog Wheels. Foto: Mixars

Der PRIMO hat unter anderem zweimal acht Performance Pads. Damit lassen sich Hotcues, Roll, Slicer oder der Serato Sampler triggern. Darüber sitzen Touchstrips. Neben den obligatorischen SYNC Tasten gibt es auch dedizierte Tasten für „Key Sync“, also zum Anpassen der Tonhöhe. Auch das Beatgrid lässt sich direkt am Controller manipulieren.

Gibt es bei den LED-Ketten der Mixars Mischpulte blau-rote Elemente, die sich auch von rot-grün-blinden Kollegen gut ablesen lassen, kommen am PRIMO für diese rund 5% der männlichen DJs schlecht ablesbare Elemente zum Einsatz. Die Tempo-Fader laufen über schön lange 100 mm. Für den Crossfader lässt sich am Controller die Kurve anpassen und Reverse ist schaltbar. Ab Werk ist wohl ein Standad-Crossfader verbaut. Er lässt sich aber gegen ein hochwertiges Modell aus Mixars eigener Galileo Reihe austauschen oder auch einen Innofader.

Der Primo von vorne
Die Vorderseite bieten auch eine AUX Anschluss mit Klang- und Lautstärkeregelung. Foto: Mixars

Neben den rückseitigen Anschlüssen (Cinch für Phono und Line, Mikro mit Combo-Buchse) hat er einen frontseitigen Eingang für AUX. Über die daneben sitzenden Drehregler lassen sich wahlweise die Lautstärke und der Klang des AUX-Eingangs oder des Mikros anpassen. Für den Mikrofon-Kanal steht zusätzlich ein regelbares Echo als Effekt parat. Ebenfalls vorne bietet er Anschlüsse für Kopfhörer mit 63, mm und 3,5 mm Klinken-Steckern. Cue-Split ist über einen Schalter wählbar.

Laut Pressetext soll der PRIMO per USB mit Strom versorgt werden, er hat aber auch einen Anschluss für ein (optionales?) Netzteil. Auch ein An-/Ausschalter ist vorhanden.

Die Rückseite des PRIMO
Vollständige, professionelle Ein- und Ausgänge. Foto: Mixars

Der PRIMO soll ab Frühjahr 2017 lieferbar sein. Der US-Preis liegt bei 599 Dollar, in der Größenordnung dürfte er bei uns auch mit Euro ausgezeichnet werden.

 

Unsere Meinung zum Mixars PRIMO

Das Team von Mixars legt großen Wert darauf, dass der PRIMO vollständig in Italien designed worden sei. Und da bin ich eher enttäuscht. Wirklich schön ist der PRIMO nämlich nicht – ansonsten ja etwas, was Italiener durchaus drauf haben. Egal ob von oben, vorne oder hinten. Der Mixars Schriftzug ist lieblos an die Ecke gequetscht, der Rest könnte auch in den USA, Japan oder Münster gezeichnet worden sein.

Ich persönlich bin kein großer Fan von identischem Deck-Layout rechts und links. Eine symmetrische Anordnung erlaubt es, die wichtigen Bedienelemente beider Decks zur Mitte hin zu platzieren, so dass es z.B. kurze Wege von START/PAUSE und CUE zu den Fadern gibt. Statt der zentral angeordneten SHIFT-Taste hätte ich eine in jedem Deck vorgezogen, da so wesentlich mehr Tastenkombinationen mit zwei Fingern einer Hand bedient werden können.

Davon abgesehen: die Spezifikationen lesen sich prima. Der Controller kann so ziemlich alles, as ich mir von einem 2-Kanal Controller wünsche. Wenn er so gut klingt (inklusive der stand-alone-Effekte) wie der Pressetext uns glauben lässt, ist das ein wirklich interessantes Angebot. Gerade auch zu dem Preis.

Was hältst du von dem ersten Controller der Italiener? Weckt er Kauflust? Und wie gefällt dir das Design? Schreib deine Meinung in die Kommentare …

1 Kommentar

  1. Gefällt mir optisch nicht so gut. Da würde ich den DDJ SR bzw DDJ RR definitiv bevorzugen. Letzterer hat meiner Meinung nach ein tolles Design und soll laut Hersteller sogar die gleichen Audio-Schaltungen haben, wie der DDJ RZ.

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