Neueste Nachrichten

Pioneer DJ bringt CDJ- und DJM-TOUR1

Pioneer DJ DJM-Tour1 mit schwenkbarem Display. Foto: Pioneer DJ
Pioneer DJ DJM-Tour1 mit schwenkbarem Display. Foto: Pioneer DJ

Auf der NAMM Show im Januar hatte Pioneer DJ die fetten Geräte für Festivalbühnen noch als Prototyp hinter Glas gezeigt – wir hatten mit einem Video von dort berichtet. Jetzt sind der DJM-Tour1 und der CDJ-Tour1 angekündigt worden.

Neben den auffälligen – um nicht zu sagen monströsen – Touchscreens zeichnen sich die Geräte gegenüber den normalen CDJ-2000NXS2 und DJM-900NXS2 durch zusätzliche Wandler und Anschlussmöglichkeiten aus. Das Layout ist sonst praktisch unverändert, so dass die Tour1 praktisch wie die Brüder aussehen – nur mit dicken Backen.

Der CDJ-TOUR1 Medienplayer und der DJM-TOUR1 Mixer haben beide einen ESS Technology 32-bit D/A Wandler an Bord. Wie die NXS2-Geräte unterstützen sie 96KHz mit 24 bit, so dass sie auch hochauflösende Dateien wiedergeben können. Der DJM-TOUR1 hat als erstes DJ Mischpult einen professionellen AES/EBU Digitalausgang mit hochauflösender Word Clock zur perfekt getakteten Übermittlung der Daten. Damit lassen sich die Signale über lange Strecken störungsfrei übertragen. Für den angestrebten Einsatz bei Festivals wichtig, um von der DJ Booth zum Front of House (FOH) zu kommen, dem großen Mischpult mitten im oder hinter dem Publikum, von dem aus die Toningenieure den Sound der Performance über die PA steuern.

Auf den vollfarbigen 13-Zoll Touchscreens werden bis zu vier Wellenformen dargestellt. Sie beinhalten einen Prozessor, sind also er Touch-PCs, auf denen rekordbox dj läuft. Beim Einsatz unter freiem Himmel lassen sich zusätzlich Sonnenblenden anbringen, so dass der Monitor trotzdem gut ablesbar bleibt. Die normalen 7-Zoll Touchdisplays haben die CDJ-Tour1 nach wie vor.

Für DJs, die im Doppelpack auflegen, gibt es am Mixer zwei unabhängige Kopfhörerbuchsen, so dass jeder seine Tracks abhören und cuen kann, ohne den anderen zu stören.

CDJ-Tour1 von hinten. Foto: Pioneer DJ
Ein CDJ-Tour1 von hinten. Der fette Überbau aus Touchscreen braucht breite Seiten und dicke Füsse als Gegengewicht. Foto: Pioneer DJ

Die Gehäuse sind an den Seiten verstärkt, um noch robuster zu sein – heißt es jetzt im Marketing-Talk. Auf der Messe hiess es noch, die fetten und schweren Seitenteile seien notwendig, damit die Geräte mit den schweren Touchscreens nicht nach hinten umkippen 😉

Für den LAN-Anschluss gibt es verriegelbare NEUTRIK etherCON Buchsen, die Cinch-Buchsen sind vergoldet. Der DJM-Tour1 beinhaltet einen LAN-Hub mit fünf Anschlüssen – ein Feature, dass bislang nur der DJM-2000 hatte. Ein KUVO Gateway ist direkt eingebaut. Die Geräte stehen auf besonderen Isolationsfüssen – damit sie auf jeder Oberfläche sicher stehen sagt das Marketing – für zusätzliches Gegengewicht zu den Bildschirmen vermute ich mal.

Der CDJ-TOUR1 und DJM-TOUR1 sind ab Juli 2016 für 4.999 und 5.999 € UVP lieferbar.

Das Setup aus 4 CDJs und einem DJM kostet also schlanke 26.000 €. O.k. – dafür muss ich mir keinen Laptop mehr kaufen – außer ich möchte bei der Suchfunktion auch nach Umlauten, Akzenten oder ähnlichem suchen. Das kann der CDJ-Tour1 wie der knapp halb so teure CDJ-2000NXS2 nämlich nach wie vor nicht, da er nur eine englischsprachige Tastatur hat.

Mit dem Preis dürfte die Grenze überschritten sein, wo sich auch wohlbetuchte DJs ein solches Setup zu Hause hinstellen. Zielgruppe sind ganz klar die großen Festivals oder vielleicht noch große Clubs. Sind dort in der Vergangenheit die Setups aus CDJ/DJM so beliebt gewesen, weil die DJs keinen Laptop zwischen sich und dem  Publikum hatten, baut Pioneer DJ hier jetzt gleich eine ganze Wand aus fünf 13-Zoll Bildschirmen auf.

Vier CDJ-Tour1 und ein DJM-Tour1. Foto: Pioneer DJ
Wall-of-Sound einmal anders – fünf Bildschirme zwischen DJ und seinem Publikum. Foto: Pioneer DJ

Ja, man kann die Bildschirme nach hinten klappen. Aber das kann man bei jedem besseren Laptop auch. Zumal die Frage ist, ob das nicht zu viel Bildschirm des guten ist. 5 x 13 Zoll plus 4 x 7-Zoll ist ja schon fast soviel wie ein kleiner Übertragungswagen beim Fernsehen. Mir fällt nicht ein, wie die Screens so belegt werden können – selbst bei zwei DJs, die back-to-back spielen – dass nicht doch viele Informationen redundant dargestellt werden.

Mehr Infos findest Du auf der Webseite von Pioneer DJ:

CDJ-Tour1

DJM-Tour1

Was meinst Du zu den neuen Tour-Geräten von Pioneer DJ? Löst das den Haben- oder Darauf-Spielen-Reflex aus? Oder zu viel des Guten? Schreib in die Kommentare …

 Promo-Video: Pioneer DJ CDJ-Tour1 und DJM-Tour1

 

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.