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Pioneer DJ bringt günstigen Plattenspieler PLX-500

Der Pioneer DJ LX-500. Foto: Pioneer DJ
Der Pioneer DJ LX-500. Foto: Pioneer DJ

Gestern veröffentlicht Pioneer DJ die neue Version rekordbox 4.2.1, mit der sich Vinyls komfortabel digitalisieren lassen, heute kündigen sie einen neuen Plattenspieler PLX-500 an, der mit USB-Anschluss auch ohne Controller mit Phono-Eingang oder externe Soundkarte dafür geeignet ist. Das nenne ich mal einen guten Kommunikationsplan.

Vor zwei Jahren hatte Pioneer DJ den professionellen Plattenspieler PLX-1000 und im letzten August das passende hochwertige DJ-Tonabnehmersystem PC-X10 vorgestellt.

Vom PLX-1000, der in die Fussstapfen des Technics-Klassikers SL-1210 Mk2 getreten ist, hat der PLX-500 das Layout und das Prinzip des Direktantriebs geerbt. Anders als dieser beinhaltet er zusätzlich eine Phono-Vorverstärker, so dass er neben einem Phono-Signal auch ein Line-Signal ausgibt. So kann er auch an die Controller und Mischpulte angeschlossen werden, die keinen Phono-Eingang bietet. Auch der direkte Anschluss von Aktivboxen ist so möglich.

Die Entwickler haben ihm auch noch eine Soundkarte spendiert, die die analogen Signale der Schallplatte digital wandelt, so dass die Vinyl-Schätzchen digitalisiert werden können. Im Gegensatz zum PLX-1000 ist der Bereich des Tempo-Faders auf +/- 8% fest eingestellt. Für analoge Schallplatten sicherlich fast immer vollkommen ausreichend, nur im Bereich DVS eventuell eine Einschränkung, da hier ja Key-Lock der Software nutzbar ist. Anders als der PLX-1000 beherrscht der 500er auch 78 UPM, so dass sich mit ihm – eine entsprechende spezielle Nadel vorausgesetzt – auch Schellack-Schallplatten digitalisieren lassen. Im Paket enthalten sind ein Tonabnehmer inkl. Nadel (für Vinyl), eine Slipmat, ein Single-Puck, eine Staubschutzhaube und Anschlusskabel. Letztere lässt sich soweit öffnen, dass sie als Ablage für das Cover der gerade gespielten Scheibe dienen kann.

Laut Pressetext sei der PLX-500 „zum Mixen und Scratchen gleichermaßen“ geeignet. Wie groß die Qualitätsunterschiede zwischen dem großen Bruder und dem kleinen PLX-500 sind, lässt sich aus der Ankündigung nur zum Teil entnehmen. So liegen bei den Gleichlaufschwankungen und dem Geräuschspannungsabstand Welten zwischen den beiden. Lediglich beim Drehmoment scheinen sie gleichauf zu sein.

Zu große Erwartungen würde ich mir hinsichtlich der Qualität von Verarbeitung, Tonabnahmersystem, Phonovorverstärker und Soundkarte nicht machen. Für Einsteiger schnürt Pioneer DJ aber ein preislich attraktives System, das fürs DJing geeignet ist und mit der kostenlosen rekordbox Software zusätzlich eben auch noch für die Digitalisierung alter Vinylschätze genutzt werden kann. Damit unterscheidet sich der PLX-500 sich von vielen USB-Plattenspielern aus dem Lebensmittel.Discounter oder Elektromarkt. Er tritt an gegen bereits länger erhältliche DJ Geräte mit USB-Ausgang wie den Audio-Technica AT-LP1240 USB, Gemini TT-1100 USB und TT-3300 USB, Numark TTX-USB, Reloop RP-2000 USB sowie Stanton T.92 USB. Auch mit diesen lassen mit rekordbox 4.2.1 Vinyls genauso bequem digitalisieren. Wie gut der Pioneer DJ PLX-500 ist, muss ein ausführlicher Test zeigen.

Lieferbar ist der PLX-500 ab September 2016. Er wird in einer weißen und einer schwarzen Version erhältlich sein. Ab Dezember 2016 wird es die Headshell nicht nur silberfarbige, sondern auch in den Farben Gold und Schwarz geben. Das ganze Set kostet 349 € UVP. Passend dazu bietet Pioneer DJ die Einsteigermonitore DM-40 nun ebenfalls in weiß an.

Alle Infos zum PLX-500 gibt es auf der Webseite von Pioneer DJ.

Promo-Video: Pioneer DJ PLX-500

 

 

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