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Rane DJ ist wieder da: Mit dem Seventy-Two und dem Twelve Battle-Controller

Rane DJ Seventy-Two und 2 x Twelve. Foto: iNMusic
Rane DJ Seventy-Two und 2 x Twelve. Foto: iNMusic

Im Sommer letzten Jahres wurde Rane von inMusic Brands übernommen. Zu der Gruppe gehören unter anderem Denon DJ, Numark, Akai Professional, M-Audio und Marq Lighting. Damit hat sich bei Rane erst einmal alles geändert. Mitarbeiter wurde entlassen, die Produktion wanderte von den USA nach Fernost und neue Produkte wurden am alten Firmensitz in Seattle geplant und entwickelt – allerdings mit Vorgaben aus der Muttergesellschaft. Währenddessen war erst einmal Funkstille.

In den letzten Tagen waren erste Fotos aufgetaucht, als dem Gewinner eines DJ Wettbewerbs ein nigelnagelneuer Seventy-Two Mixer als Hauptpreis überreicht wurde. Zur in Atlanta (USA) stattfindenden DJ EXPO stellt Rane DJ nun seine zwei ersten Produkte seit der Übernahme durch inMusic vor.  

Rane DJ Seventy-Two Battle Mixer

Der Seventy-Two ist ein Battle Mixer inklusive Serato DJ DVS Lizenz. Er soll unerreichte Performance bieten und bringt einige Innovationen. Bei der Bauqualität und der Auswahl bester Komponenten bleibt inMusic dem Markenkern von Rane treu. Der Anspruch ist unverändert, der führende Hersteller von Battle-Mixern zu sein.

Rane DJ Seventy-Two. Foto_: inMusic
Rane DJ Seventy-Two. Foto_: inMusic

Der professioneller 2-Kanal Battle Mixer kommt in einem soliden Stahlgehäuse und ist mit drei verschleißfreien Mag Three Fader ausgestattet. Diese sind sehr flexibel konfigurierbar. Alle vorderen Bedienelemente werden durch robuste seitlich Bügel vor Beschädigung geschützt.

Die vorderen Bedienelemente des Rane DJ Seventy-Two werden durch die seitlichen Metallbügel geschützt. Foto: inMusic

Das Mischpult hat einen hochkant ausgerichteten 4,3 Zoll Touchscreen zur Anzeige der Wellenform, Steuerung der Effekte, Auswahl der Songs und für Nutzeranpassungen. Pro Kanal steht eine flexible FX-Einheit bereit. Sie besteht jeweils aus voll integrierten Serato DJ Effekten und internen Flex Effekten von Rane DJ.

Zweimal acht Akai MPC-Style Performance Pads mit RGB-Hintergrundbeleuchtung und unabhängigen Steuermodi stehen zur Verfügung.

Zwei USB Anschlüsse erlauben es zwei DJs jeweils den eigenen Laptop anzuschliessen und nahtlos Übergänge zu machen. Zudem gibt es zuweisbare USB-Anschlüsse für Rane Twelve Battle Controller.

Zwei Mikrofoneingänge lassen sich per Neutrik XLR-/Klinke-Kombi-Buchse beschicken. Schön, dass es jetzt zwei sind – wo der Rane sixty-two noch die Flex-Effekte auf das Mikrofon anwenden konnte, scheint es beim Seventy-Two jetzt wie bei Denon Controllern nur noch einen Echo-Effekt zu geben (den irgendwie keine brauchen kann).

Die rückseitigen Anschlüsse des Rane DJ Seventy-Two. Foto: inMusic
Die rückseitigen Anschlüsse des Rane DJ Seventy-Two. Foto: inMusic

Wie seine Vorgänger hat er Session-Ein- und -Ausgänge zum Durchschleifen sowie symmetrische XLR- & Klinke-Ausgänge.

Eine Serato DJ DVS Lizenz ist an Bord, Serato DJ Performance Vinyls sind im Lieferumfang enthalten.

Von der Anmutung her ist es ein großer Schritt von der bisherigen Manufaktur-Herstellung in den USA zur InMusic-Produktion in Fernost. Die Geräte sehen doch deutlich verändert, gewöhnlicher aus. Bei den Bedienelementen wie Pads, Encoder usw. ist das eigenständige Rane-Design aufgegeben worden. inMusic setzt hier beim Seventy-Two Elemente von Akai / Denon DJ ein.

Rane DJ Twelve Battle Controller

Richtig innovativ wurde es beim Rane DJ Twelve. In den Abmessungen eines klassischen DJ Plattenspielers kommt ein motorisiertes DJ Controller-System mit 12″ Teller. Ade Nadelsprünge und hüpfende Tonarme – willkommen Twelve. Er hat alle Charakteristika und die Einfachheit eines „traditionellen“ DJ-Plattenspielers. Mit 5,0 kgf/cm verfügt er über ordentliches Drehmoment, das aber einstellbar ist. Er kommt nur eben ohne Tonarm und Tonabnehmer. Anstelle dessen gibt es für die Titelsuche und -navigation ein Multifunktions-Touchstrip mit acht Hotcue Triggerpunkten. Sie finden sich dort, wo sonst der Tonarm sitzt. Das physische Single-Deck-System lässt sich auf vier virtuelle Decks schalten.

Der Battle Controller Rane DJ Twelve. Foto: inMusic
Der Battle Controller Rane DJ Twelve. Foto: inMusic

Er verfügt über ein MIDI Interface per USB zum Anschluss an den Seventy-Two oder an Mac bzw. PC. Der Twelve ist ein offizielles Serato DJ Zubehör.

Er kommt mit 33 1/3 und 45 Umdrehungen pro Minute. Der Pitchfader hat eine einstellbare Range von ±8, 16 & 50%. Der Motor ist per großem Taster für den klassischen Turntable-Effekt ein- und ausschaltbar. Alles ist praktischerweise für die aufrechte Battle-Position beschriftet.

Mit dem Twelve beschreitet Rane Neuland. Einen vergleichbaren Controller kenne ich nicht. Auch hier werden Bauteile von inMusic verwendet, die ja für Denon DJ und Numark durchaus hochwertige DJ-Plattenspieler bauen. Herausgekommen ist ein spannender DJ Controller, der so konsequent wie kein anderes System die Brücke schlägt zwischen der analogen Schallplatte und dem Kontrollieren einer DJ Software.

Seventy-Two hat eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 2.260 €, Twelve respektive von gut 950 €. Beide Geräte werden im vierten Quartal 2017 erhältlich sein

Was sagst du zum ersten Rane DJ Mischpult aus dem Haus inMusic? Und wie gefällt dir die Idee des Twelve, einen Plattenspieler von Tonarm und -abnehmer zu befreien und trotzdem Serato DJ zu steuern? Schreibe deine Meinung in die Kommentare …