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Test & Video: Adam Audio Adam F5

Adam Audio Adam F5. Foto: Adam Audio
Aktiver Nahfeld Monitor Adam F5 von Adam Audio. Foto: Adam Audio

 

Adam Audio Adam F5

Die Adam F5 ist ein aktiver Nahfeldmonitor des Berliner Unternehmens Adam Audio, das bekannt ist für seine hochwertigen Studio-Monitore, die sich in zahlreichen Musik- und Filmstudios auf der ganzen Welt finden.

Die Adam F5 ist als Einsteigerbox konzipiert. Mit knapp 200 € pro Stück ist sie ausgesprochen attraktiv bepreist und ist damit auch für DJs ausgesprochen interessant, die einen preisgünstigen Monitor suchen, mit dem sie ihre Mixe abhören. Die Berliner lassen die F5 in China fertigen, lassen aber ihr geballtes Know-How aus der jahrelangen Fertigung exzellenter Studiomonitore in den kleinsten Spross ihrer Familie ohne Zweifel mit einfließen.

Auspacken / Erster Eindruck

Die Adam F5 bringt ordentlich Gewicht auf die Waage und wirkt damit aufgrund ihrer geringen Größe ausgesprochen solide gefertigt. Das schwarze Gehäuse wirkt ausgesprochen fertig verarbeitet. Der Bändchen-Hochtöner und die Kalotte für die Mitten und Tiefen sitzen fest verschraubt in der Front, auch die Bassreflexöffnung fügt sich sauber dort ein. Rechts und links vom Logo signalisieren zwei LEDs den Betriebszustand der Box.

An der Rückseite bietet die Box alle Anschlussmöglichkeiten, die sich ein DJ wünschen kann. Neben den üblichen XLR- und Klinke-Steckern, die in einer Kombi-Buchse Platz nehmen, findet auch ein Cinch-Kabel in einer eigenen Buchse Anschluss. Ein großer Vorteil für alle DJs, die einen einfacheren Controller oder ein solches Mischpult haben, das eben nur Cinch-Ausgänge hat. Und selbst bei hochwertigen Controllern und Pulten findet sich in der Regel für den Booth-Monitor nur ein Cinch-Ausgang. Klarer Pluspunkt für die Adam F5 im Vergleich zu vielen auch hochwertigen Studiomonitoren. Bei der Kombi-Buchse wurde die Verriegelung für die XLR-Stecker eingespart.

Die Lautstärke wird über einen ausreichend großen, gummierten und griffig geriffelten Drehregler an der Rückseite eingestellt. Dieser hat einen Klick am Nullpunkt, so dass die Lautstärke der Box auch von vorne – und damit „blind“ – gut zu regulieren ist. Die beiden EQs für Töne oberhalb 5 KHz und unterhalb 300 Hz sind eher fummelig – das ist aber nicht schlimm, da die der einmaligen Anpassung an die Raumcharakteristik dienen. Zusätzlich befreit ein kleiner Kippschalter die Adam F5 von der Wiedergabe von Frequenzen unter 80 Hz, sobald sie zusammen mit dem passenden Subwoofer aus der F-Serie, dem SubF, aufspielt.

Eine Feinsicherung schützt die Box vor Spannungsspitzen über den Stromanschluss. Sowohl der Monitor als auch das beigelegte Kabel kennen nur zwei Pole und führen keine Erde zu Box. Das wäre vielleicht nicht so schlimm, würde die IEC-Buchse das beigelegt Stromkabel praktisch überhaupt nicht festhalten. Mit leichtestem Zug rutschen die Kabel aus den Buchsen beider Boxen.

Da die zweipoligen Buchsen auch normale dreipolige Kaltgeräte-Stecker aufnehmen, habe ich verschiedene, auch hochwertige Stecker ausprobiert – leider immer mit dem gleichen, unbefriedigenden Ergebnis: es hält nicht. Selbst beim letzten Versuch mit einem selbst-klemmenden IEC-Stecker wurde es nicht besser – dieser klemmt sich nämlich auf den hier nicht vorhandenen mittleren Pin der Buchse. Während man über die paar eingesparten Cent für die XLR-Sicherung noch streiten kann, wurde an der so wenig passgenauen Strom-Buchse aus meiner Sicht doch deutlich zu viel gespart. Auch wenn mit vielen Tricks und Sparmaßnahmen ein Preis unter 200 € angestrebt wurde – an herausrutschenden Stromsteckern oder Pfusch mit Gaffa-Tape zum Fixieren des Kabels – ist das doch zu viel an der Sparschraube gedreht.

Die Adam F5 hat Buchsen für die Montage einer Wandhalterung, so dass die Boxen je nach Raumsituation auch sehr einfach in der richtigen Posimtion auf Ohrhöhe angebracht werden können.