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Test & Video: Adam Audio Adam F5

Adam Audio Adam F5. Foto: Adam Audio
Aktiver Nahfeld Monitor Adam F5 von Adam Audio. Foto: Adam Audio
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  • Adam Audio Adam F5
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  • Zuletzt überarbeitet: 25. November 2015

 

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Adam Audio Adam F5

Die Adam F5 ist ein aktiver Nahfeldmonitor des Berliner Unternehmens Adam Audio, das bekannt ist für seine hochwertigen Studio-Monitore, die sich in zahlreichen Musik- und Filmstudios auf der ganzen Welt finden.

Die Adam F5 ist als Einsteigerbox konzipiert. Mit knapp 200 € pro Stück ist sie ausgesprochen attraktiv bepreist und ist damit auch für DJs ausgesprochen interessant, die einen preisgünstigen Monitor suchen, mit dem sie ihre Mixe abhören. Die Berliner lassen die F5 in China fertigen, lassen aber ihr geballtes Know-How aus der jahrelangen Fertigung exzellenter Studiomonitore in den kleinsten Spross ihrer Familie ohne Zweifel mit einfließen.

Auspacken / Erster Eindruck

Die Adam F5 bringt ordentlich Gewicht auf die Waage und wirkt damit aufgrund ihrer geringen Größe ausgesprochen solide gefertigt. Das schwarze Gehäuse wirkt ausgesprochen fertig verarbeitet. Der Bändchen-Hochtöner und die Kalotte für die Mitten und Tiefen sitzen fest verschraubt in der Front, auch die Bassreflexöffnung fügt sich sauber dort ein. Rechts und links vom Logo signalisieren zwei LEDs den Betriebszustand der Box.

An der Rückseite bietet die Box alle Anschlussmöglichkeiten, die sich ein DJ wünschen kann. Neben den üblichen XLR- und Klinke-Steckern, die in einer Kombi-Buchse Platz nehmen, findet auch ein Cinch-Kabel in einer eigenen Buchse Anschluss. Ein großer Vorteil für alle DJs, die einen einfacheren Controller oder ein solches Mischpult haben, das eben nur Cinch-Ausgänge hat. Und selbst bei hochwertigen Controllern und Pulten findet sich in der Regel für den Booth-Monitor nur ein Cinch-Ausgang. Klarer Pluspunkt für die Adam F5 im Vergleich zu vielen auch hochwertigen Studiomonitoren. Bei der Kombi-Buchse wurde die Verriegelung für die XLR-Stecker eingespart.

Die Lautstärke wird über einen ausreichend großen, gummierten und griffig geriffelten Drehregler an der Rückseite eingestellt. Dieser hat einen Klick am Nullpunkt, so dass die Lautstärke der Box auch von vorne – und damit „blind“ – gut zu regulieren ist. Die beiden EQs für Töne oberhalb 5 KHz und unterhalb 300 Hz sind eher fummelig – das ist aber nicht schlimm, da die der einmaligen Anpassung an die Raumcharakteristik dienen. Zusätzlich befreit ein kleiner Kippschalter die Adam F5 von der Wiedergabe von Frequenzen unter 80 Hz, sobald sie zusammen mit dem passenden Subwoofer aus der F-Serie, dem SubF, aufspielt.

Eine Feinsicherung schützt die Box vor Spannungsspitzen über den Stromanschluss. Sowohl der Monitor als auch das beigelegte Kabel kennen nur zwei Pole und führen keine Erde zu Box. Das wäre vielleicht nicht so schlimm, würde die IEC-Buchse das beigelegt Stromkabel praktisch überhaupt nicht festhalten. Mit leichtestem Zug rutschen die Kabel aus den Buchsen beider Boxen.

Da die zweipoligen Buchsen auch normale dreipolige Kaltgeräte-Stecker aufnehmen, habe ich verschiedene, auch hochwertige Stecker ausprobiert – leider immer mit dem gleichen, unbefriedigenden Ergebnis: es hält nicht. Selbst beim letzten Versuch mit einem selbst-klemmenden IEC-Stecker wurde es nicht besser – dieser klemmt sich nämlich auf den hier nicht vorhandenen mittleren Pin der Buchse. Während man über die paar eingesparten Cent für die XLR-Sicherung noch streiten kann, wurde an der so wenig passgenauen Strom-Buchse aus meiner Sicht doch deutlich zu viel gespart. Auch wenn mit vielen Tricks und Sparmaßnahmen ein Preis unter 200 € angestrebt wurde – an herausrutschenden Stromsteckern oder Pfusch mit Gaffa-Tape zum Fixieren des Kabels – ist das doch zu viel an der Sparschraube gedreht.

Die Adam F5 hat Buchsen für die Montage einer Wandhalterung, so dass die Boxen je nach Raumsituation auch sehr einfach in der richtigen Posimtion auf Ohrhöhe angebracht werden können.

5 Kommentare

  1. Hallo!

    Ich bin gerade auf der Suche Monitoren für den „Multimedia“ Einsatz am PC. Also keine professionellen Absichten. Würdest Du die F5 dafür empfehlen? Kommen Stimmen präsente/deutliche und detailreich rüber?

    Was meist Du denn mit „das Klangbild der Box doch zu eng“ genau?
    Dass sich kein großer „Stereo-Effekt“ aufbaut und die einzelnen Elemente eher überlagert abgebildet werden?`

    Sind „matte Höhen“ mit „wenig Details“ gleich zusetzen?

    Danke!

    • Hallo Thomas,

      mir ist nicht klar, was Du mit Multimedia-Einsatz meinst. Wir haben die Boxen als Monitore aus DJ-Sicht getestet, da spielen Sprecher-Stimmen zum Beispiel keine Rolle.

      Das enge Klangbild meint das Gegenteil von weit, locker, gestaffelt, fein auflösend, einzelne Instrumente fein herausarbeitend. In die Beschreibung von Enge würde ich auch eher „wenige Details“ legen. Der Stereoeffekt kommt aus der Aufstellung der Boxen. Dass sich einzelne Instrumente weniger gut verorten oder unterscheiden lassen, trifft es schon eher.

      Matte Höhen würde ich beschreiben als wenig brilliant, „zugedeckt“.

      Mir persönlich haben die Monkey Banana deutlich besser gefallen, die nur wenig mehr kosten als die F5. Beim Einsatz als Multimedia-Box bieten sie außerdem die Möglichkeit (abhängg von Deinem Computer) digitale Signale entgegenzunehmen. Das erspart die Wandlung im PC/Mac mit relativ schlechten Bauteilen und ersetzt die analoge Verbindung über Miniklinke durch einen digitale Übertragung.

      Allerdings ist gerade der Kauf von Lautsprechern eine sehr persönliche Geschmackssache. Deshalb empfehle ich Dir, zu einem Händler Deines Vertrauens zu gehen, ein paar Stunden Zeit und das Material mitzunehmen, das Du hörst, und Dir so ein eigenes „Hörbild“ der verschiedenen Boxen zu machen.

      • Hallo Andreas,

        vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
        Mit Multimedia wollte ich ausdrücken, dass ich damit nicht nur Musik hören werde, sondern auch Filme und eventuell ein PC Spiel über die Monitore laufen können. Dabei ist mir die Wiedergabe von Stimmen eben sehr wichtig. Feine Details sollten auch nicht zu kurz kommen.

        Mir ist bewusst dass ich hier auf einer DJ Seite bin, jedoch gibt es über die F5 sonst nicht so viel zu lesen, bzw. es werden kaum Schwachstellen genannt. Ich finde Dein Review dahingehen sehr gut, dass nicht alles „SUPER!!!“ ist, sonder ehrlich gesagt wird, dass die F5 auch Schwächen hat.

        Selbstverständlich komme ich letztendlich ums Probe hören nicht herum. Ich will mir aber eine Übersicht verschaffen, bzw. eine Vorauswahl treffen.

        Die Monkey Bananas sind mir auch schon aufgefallen, jedoch gibt es dazu noch weniger Infos…

        Danke und Gruß,
        Thomas

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