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Test & Video: Allen & Heath Xone:PX5

Der Master-Ausgang bietet XLR und Cinch, Booth-Monitore werden per 6,3 mm Klinke angeschlossen. Für Aufnahmen des Mixes steht ein Rec Out mit Cinch zur Verfügung die schön abgesetzt oben seitlich verbaut sind. So lässt sich hier ohne große Fummelei ein externes Aufnahmegerät an- oder abstöpseln. Sehr praktisch! Eine runde MIDI-Buchse stellt eine MIDI-Out für die Synchronisation externer Geräte bereit.

Alle Cinchbuchsen sind für besseren Signalfluss vergoldet. Die Cinch-Anschlüsse für Phono sind mit Blindstopfen versehen, die die empfindlichen Buchsen mit Metall-Steckern vor Staub und Oxidation wie auch elektromagnetischen Störungen schützen. Die RJ-45 Buchse des X-Link-Anschlusses wird ebenso durch einem Plastikstopfen geschützt.

Der PX5 hat ein internes Netzteil, so dass er seinen Strom über einen normalen Kaltgeräteanschluss bekommt. Das Kabel lässt sich mit einer Fangschlaufe an der Rückseite des Mixers sichern. Als Diebstahlschutz lässt sich ein Kensington-Schloss anbringen.

Bedienung

Die Bedienung des PX5 erschliesst sich fast von selbst. Alle relevanten Bedienelemente liegen oben. Wer schon mal mit einem Mischpult gearbeitet hat, kommt mit dem Gerät schnell zurecht. Das liegt daran, dass der PX5 sehr strukturiert aufgebaut, angeordnet und beschriftet ist. Im Zweifelsfall hilft die ausgezeichnete (englischsprachige) Bedienungsanleitung weiter.

Der PX5 ist intern quasi vollständig analog aufgebaut. Wer z.B. mit klassischem Vinyl auflegt und außer den EQs und dem analogen VCF-Filter keine weiteren Effekte nutzt, hat einen hochwertigen analogen Mixer zwischen seinen Decks zu stehen. Digital arbeiten bei ihm außer der Soundkarte die sechzehn internen Effekte. Außerdem senden manche Bedienelemente MIDI Signale (mehr dazu weiter unten).

Alle fünf Kanalzüge sind weitestgehend gleich ausgestattet. Dem fünften Kanal fehlen lediglich ein Kanalfader und eine Aussteuerungsanzeige (anstelle dessen zeigt aber eine kleine Peak-LED am Gain-Regler an, wenn das Signal anfängt zu verzerren). Er lässt sich nicht dem Crossfader zuweisen. Anstelle dessen besitzt er einen Schiebeschalter für an/aus. So macht er mit seinem 3-fach EQ, den vielen Effekt-Optionen und Vorhörmöglichkeit einen super schlanken Fuß als Mikrofon-Sektion. Aber auch zum Anschluss einer zusätzlichen Line-Quelle wie z.B. einer Drum-Machine ist er bestens geeignet. Selbst als USB-Kanal lässt er sich nutzen.

In jedem Kanal wird zunächst einmal per Schiebeschalter festgelegt, wie für ihn Effekte genutzt werden. Stehen für ihn die internen Xone-Effekte des Mixers bereit, wird eine externe Effekteinheit genutzt (die an Send/Return angeschlossen ist) oder sollen beide parallel genutzt werden?

Mit einem Drehpoti wird dann festgelegt, wieviel von diesem Kanal an die externe Effekteinheit und den Xone:FX-Bus geschickt wird. Mit einem weiteren Schiebeschalter wird dann ausgewählt, ob der Kanal die Signale als Phono oder Line bzw. von einem angeschlossenen Rechner per USB entgegennimmt (beim fünften Kanal steht nicht „Phono“, sondern „Mikrofon“ zur Auswahl). Dann geht es weiter mit einem Gain-Regler und einem 3-fach EQ (kein 4-fach EQ mehr wie beim Xone:92/62). Dieser arbeitet nach rechts bis zu +6 dB verstärkend, nach links killt er das Signal vollständig.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es: Die Cue-Taste der Effekteinheit (ein dickes Plus, dass es eine gibt!) tanzt im Vergleich zu ihren Schwestern in den Kanälen aus der Reihe. Auch sitzen die An-Ausschalter mal oberhalb der Cue Taste (Aux-Kanal, Effekte), mal ganz unten (Filter).