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Test & Video: Allen & Heath ZED60-10FX Mischpult

  • Autoren-Wertung
  • bewertet 4.5 Sterne
  • 80%

  • ZED60-10FX
  • Rezensiert von:
  • Veröffentlich am:
  • Zuletzt überarbeitet: 27. Oktober 2018

Also Mikrofone und ein paar Line-Geräte angeschlossen sowie Kopfhörer und Monitorboxen – und los geht.

Bedienung Kanalzüge

Alle Buchsen wie auch die Drehpotis sind solide verschraubt. Die Buchsen für XLR und Klinke stammen von Neutrik.

Die Line-Fader arbeiten in Längsrichtung sehr präzise, seitlich wackeln sie etwas. Das gleiche gilt für die Taster. Da scheinen normale Mixer aber anders konzipiert als DJ Mixer. Auch bei vielen anderen Geräten – auch in höheren Preisklassen und bei anderen Herstellern – habe ich dieses Spiel bei Line-Fadern und Tasten bemerkt.

Die Kanalzüge sind vollständig ausgestattet. Die ersten vier haben jeweils einen Eingang für Mic (XLR) und Line-Signale (Klinke). In Kanal 1 und 2 nehmen die Klinkenbuchsen symmetrische und unsymmetrische Signale entgegen. Kanal 3 und 4 sind für Instrumente mit Tonabnehmern (Gitarren) besonders hochohmig ausgelegt. So finden dann auch Gitarren Anschluss, ohne dass der Widerstand zuvor über DI-Boxen angepasst werden muss. Rückseitig kannst du bei Kanal 3 und 4 über je einen tief versenkten und nur mit Kugelschreiber o.ä. erreichbaren Taster noch einen Gain-Boost von 26 dB zuschalten.  Durch die im Gehäuse versenkte Position sind die Taster perfekt gegen unbeabsichtigtes Betätigen geschützt. Leider ist so aber die Schalterstellung nicht zu sehen und es gibt auch keine sichtbare Rückmeldung z.B. per LED über den aktuell gewählten Widerstand.

An erster Regler wartet der Poti für das Gain auf uns. Er arbeitet von -10 dB bis +40 dB (Line-) bzw. +10 dB bis +60 dB (Mikrofon-Eingang).

Als nächstes folgt ein Taster zum Zuschalten eines Hochpass-Filters, der ab 100 Hz pro Oktave um 6 dB absenkt. Mit ihm lassen sich z.B. Trittschall und Griffgeräusche, aber auch ungewünschte Frequenzen an den Line-Eingängen wirkungsvoll bekämpfen.

Allen & Heath ZED60-10FX von seitlich oben
Der Allen & Heath ZED60-10FX ist gut ausgestattet. Foto: Allen & Heath

Weiter geht es mit einem 3-fach EQ, dessen Mittenregler parametrisierbar ist. OK, Mittenregler kennst du. Aber das zweite Wort? In einem normalen EQ hat jeder der Regler einen fest verdrahteten Arbeitsbereich. Beim ZED60-10FX ist das auch bei den Höhen (ab 12 KHz) und Tiefen (unter 80 Hz) der Fall. Anders bei den Mitten – hier kannst du mit Hilfe des schwarzen Drehreglers festlegen, bei welcher Frequenz der Mitten-EQ zupacken soll. Also mit welchen Parametern er arbeitet. Der weite Bereich von 120 Hz bis 4 KHz steht zur Auswahl. Damit kannst du gezielt vorgehen gegen die Frequenzen, bei denen ein Mikrofon zurückkoppelt. Oder bei einem Sprecher / Sänger gezielt bestimmte Frequenzbereiche betonen oder auch zurücknehmen.

Über den gelben Drehregler legst du fest, wie viel vom Signal du zu Effekteinheit und FX-Ausgang sendest. Er arbeitet Post-Fader, also hängt der gesendete Anteil auch von der Position des Kanalfaders ab. Für die FX-Einheit des Mischers gibt es einen gelben Line-Fader, mit dem du bestimmst, wieviel Effekt-Ergebnis du dem Master Signal zumischst.

Mit dem grauen Poti darunter schickst du das Signal auch über den Aux-Bus zum Aux-Ausgang. Dieser Regler arbeitet Pre-Fader, das Signal geht also unabhängig von der Einstellung des Kanalfaders auf den Aux-Bus. Für den Aux-Bus steht in der Master-Sektion ein eigener Lautstärke-Regler bereit.

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