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Test & Video: Allen & Heath ZED60-10FX Mischpult

  • Autoren-Wertung
  • bewertet 4.5 Sterne
  • 80%

  • ZED60-10FX
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  • Veröffentlich am:
  • Zuletzt überarbeitet: 27. Oktober 2018

Dann folgt der PAN- bzw. (bei Stereo-Eingängen) der Balance-Regler. Über eine kleinen eckigen Taster schickst du das Kanal-Signal auf den Record-Bus. Der bedient einen Record-Ausgang mit Cinch-Buchsen und wahlweise auch den USB-Anschluss. So kannst du auch auf deinen Rechner in eine DAW wie Audacity oder Pro Tools (First) aufnehmen.

Als nächstes gibt es einen runden hellgrauen Taster zum Vorhören des Kanals. Eine gelbe LED zeigt an, wenn er aktiv ist. Danach folgt eine größere, rechteckige weiße Taste zum Stumm- bzw. Anschalten des Kanals. Und zu guter letzt in der Reihe findet sich der 60 mm lange Kanalfader.

USB-Anschluss des ZED60-10FX

Der ZED60-10FX hat einen USB-B-Anschluss für Laptops. Der Anschluss hat je zwei Kanäle als Ein- und Ausgang. Damit kannst du z.B. Musik zuspielen. Die Lautstärke regelst du über den schwarzen Kanalfader („Playback“). Oder du nutzt ihn wie oben beschrieben als Ausgang für die digitale Aufzeichnung in eine DAW. Dabei kannst du wählen, ob du das auf den Record-Bus gesendeten Signal, das aus dem AUX-Bus oder das Mastersignal aufnimmst.

Bedienung Effekt- & Master-Sektion

Der ZED60-10FX hat einen DSP an Bord, der Effekte digital erzeugt. Sechzehn Effekte stehen zur Auswahl, für jeden sind noch Parameter einstellbar. Für rhythmische Effekte wie Echo lässt sich per Tap-Taste die Geschwindigkeit vorgeben.

Wichtig ist zu wissen, dass immer nur ein Effekt genau einer Parameter-Einstellung ausgewählt werden kann. Ich kann also nicht der Sängerin auf Kanal 1 einen anderen Effekt zuweisen als der Gitarre auf Kanal 3.

Die Auswahl des gewünschten Effektes erfolgt über zwei Select-Tasten ohne Klick. Per LED wird signalisiert, welcher Effekt ausgewählt ist. Die Effekte sind in zwei Bänken angeordnet. Eine weitere kleine LED zeigt an, ob du dich in Bank 1 (aus) oder 2 (an) befindest. Die eigentlichen Anzeige-LEDs teilen sich aber Bank 1 und 2. Sehr frugal, die Bedienung erfordert ein genaues Hingucken, da es keine haptische Rückmeldung gibt, wo man gerade ist.

Umständlich ist auch die Einstellung der Parameter. Wie stark ein Parameter für einen Effekt eingestellt ist, lässt sich erst in Erfahrung bringen, wenn der Effekt ausgewählt und damit aktiv ist. Dazu musst du die Tap-Taste gedrückt halten. Der Ausschlag auf der LED-Kette bei den Effekten zeigt dir die eingestellte Intensität an. Ändern kannst du die Intensität, in dem du bei gleichzeitigem Halten der schwarzen Tap-Taste die Auf- bzw. Abtasten drückst.

Die Bedienung der Effektsektion empfinde ich als den zweiten großen Schwachpunkt des Mixers. Wie viel einfacher ist das an vielen DJ-Mischpulten gelöst, wo du per gerastertem Drehschalter eine Effekt auswähltst und mit einem zweiten Poti die Intensität steuerst. Als optische Rückmeldung hätte ich mir ein kleines Display gewünscht.

In der Mastersektion stehen ein vielfältig zu belegender Kopfhörerausgang, ein Master-Ausgang (XLR), ein Booth-Ausgang (Cinch), Record-Out (Cinch) sowie Aux-Out und FX-Out zur Verfügung. An letzteren Ausgang lässt sich wahlweise auch ein Fussschalter anschliessen.

Eine zwölfgliedrige Stereo-LED-Kette dient als Aussteuerungsanzeige. Per Prelisten lässt sich damit auch die Signalstärle der einzelnen Kanäle kontrollieren, die sonst keine eigenen LED-Ketten haben.

Per Tast-Schalter lassen sich die Mikrofon-Eingänge mit 48 V Phantomspeisung versorgen. Dies gilt aber nur global, sprich für alle oder für keinen. Da solltest du tunlichst nur Mikrofone oder andere Geräte an die XLR-Eingänge anschliessen, die die 48 V auch vertragen. Im Zweifel lieber die Klinken nehmen (z.B. für Smartphones oder Tablets, die du analog anschliesst).

Klang

Die gute Nachricht ist, dass die Effekte – einmal eingestellt – durchaus gut klingen. Die Auswahl ist für Sänger und Bands sehr praktikabel. Im für DJs häufigsten Fall, nämlich Sänger zu betreuen, lässt sich prima der „Plate (predly)“ Effekt einsetzen.

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