DJ Hardware

Test & Video: Hercules P32 DJ

Die Software DJuced 40° 3.1 unterstützt Sync, Quantisierung, Snap und Slip-Mode. Bei der Quantisierung kannst Du festlegen, ob sie auf 1/4 oder 32 Taktschläge arbeiten soll (oder einen Wert dazwischen). Sobald Du Dir keine Gedanken mehr darüber machen musst, wie schnell einzelne Tracks, Samples oder Loops spielen und ob Du sie genau auf den Beat triggerst, läuft der P32 DJ zu voller Stärke auf. Aber natürlich lassen sich alle vier Hilfen auch abschalten und Du kannst völlig frei performen.

Tracks lassen sich über den Browse-Encoder und die Load-Buttons zügig auswählen und in ein Deck laden. Ist ein Track nicht bereits vorher analysiert worden, geschieht das direkt nach dem Laden. Das geht zügig voran und gelingt bei Tracks mit linearem Beatgrid ordentlich. Gleichzeitig wird ein Hotcue 1 auf den ersten Beat gesetzt.

Die Transportsektion bietet mit Play, Cue, Sync und Shift Controller-Standard. Über Shift+Cue geht es zurück zum Anfang des Tracks, Shift+Sync macht das Deck zum Tempo-Master.

Die Performance Pads lassen sich über jeweils vier Tasten unabhängig voneinander als Hotcues, Loops, Slicer oder Samples nutzen. Die ersten drei steuern die Decks A+B, die letzte Auswahl steuert die Samples bzw. Loops in den Sample Decks C+D.

16 Hotcues je Deck im direkten Zugriff zu haben ist schon mal großes Kino. Im Loop Modus bilden die Pads zwei Achter-Felder. Das obere spielt Instant-Loops von 1/16 bis 8 Taktschläge, im unteren Feld setzt Du Auto-Loops in der gleichen Rasterung. Die Auto-Loops deaktivierst Du durch erneuten Druck des Pads (oder Auswahl eines anderen) – also ohne irgendwelche Shift-Akrobatik.

Auch im Slicer Modus teilt sich das Feld. Oben triggerst Du die acht Slices der Auto-Loop, die Du zuvor unten mit einer Länge von 1 bis 32 Taktschlägen gesetzt hast (zwei Pads bleiben in dieser Ebene unten funktionslos).

Im Sample Modus stehen wieder alle 16 Pads je Deck mit gleicher Funktion zur Verfügung. Die Anordnung des Pads und der Slots in den Decks in der Software ist identisch, so dass die Bedienung sehr leicht fällt. In der Software wählst Du aus, ob Du Sounds als Sample einmal abspielst oder dauerhaft loopst.

Du kannst je Spalte genau einen Slot aktivieren, aber über die verschiedenen Spalten hinweg bis zu vier je Deck abspielen. Dementsprechend sind dann auch die vorgefertigten Samplepacks organisiert. In den Spalten finden sich Drums, Bass, Instrumente und Samples. So ist es übersichtlich und einfach die verschiedenen Elemente zu neuen Tracks zu kombinieren ohne in einem Wirrwarr aus z.B. nicht passenden Basslines unterzugehen.

Loops stoppst Du mit Shift+Pad oder Auswahl eines anderen Loops in der gleichen Spalte. Mit Shift+FX-Encoder steuerst Du im Sample-Lautstärke. Die Quantisierungs-Funktion lässt sich für jedes Pad Feld unabhängig an- und ausschalten.