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Test & Video: Pioneer DJ DDJ-SR2

Die Arbeitsoberfläche des DDJ-SR2 bietet viele Bedienelemente für Serato DJ
Die Arbeitsoberfläche des DDJ-SR2 bietet viele Bedienelemente für Serato DJ. Foto: Pioneer DJ
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679 bis 699
  • 80%

  • Pioneer DJ DDJ-SR2
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  • Veröffentlich am:
  • Zuletzt überarbeitet: 14. Dezember 2017

Pioneer DJ DDJ-SR2

Der DDJ-SR2 ist ein 2-Kanal Controller für und mit Serato DJ. Durch Umschalten lassen sich in der Software vier virtuelle Decks bedienen. Er arbeitet auch mit zwei externen Zuspielern zusammen, das können auch Plattenspieler sein. Er ist für Serato DVS vorbereitet, das du als Erweiterungspack dazu kaufen kannst.

Der DDJ-SR2 ist nicht nur ein Software-Controller, sondern stellt auch rudimentäre Mischpult-Funktionen bereit, d.h. du kannst externe Zuspieler und Mikrofone ohne Software und Computer-Anschluss mixen und über die Ausgänge ausgeben.

Er ist der Nachfolger des DDJ-SR. Die Unterschiede hatten wir hier bereits beschrieben.

Wir haben den DDJ-SR2 mit Serato DJ 1.9.10 am Mac mit macOS 10.12.6 Sierra getestet.

Auspacken / Erster Eindruck

Der DDJ-SR2 ist erstaunlich leicht. Seine nur 3,7 kg verdankt er dem Gehäuse aus hochwertig verarbeitetem Kunststoff. Damit nicht alles Plastik ist, hat er eine Arbeitsoberfläche aus matt-schwarzem Aluminium mit in die Wiege bekommen. Die berührungsempfindlichen Oberflächen der beiden Jog Wheels sind aus hellem Aluminium.

Alle Bedienelemente sind sauber und gut ablesbar beschriftet. Ein paar Funktionen benennt Pioneer DJ bei seinen Geräten traditionsgemäß anders als andere Hersteller. So steht „Trim“ für „Gain“, also die Anpassung des Kanal-Eingangssignals. „Tempo“ heißt woanders „Pitch“, also das Ändern der Abspielgeschwindigkeit eines Tracks. Davon abgesehen findet sich jeder, der schon einmal mit einem klassischen Controller oder einem Mischpult und DJ CD-Spielern gearbeitet hat, sofort zurecht mit den Grundfunktionen des DDJ-SR2.

Bis auf die Hartplastik-Encoder für Browse und Filter sind alle anderen Drehregler gummiert. Die Fader-Kappen sind ebenfalls aus Hartplastik. Der Browse- und die Beats-Encoder sind gerastert, alle anderen Drehregler kommen ohne Rasterung daher und laufen schön satt. Die Encoder der EQs und Filter sowie für den Kopfhörer-Mix haben einen gut fühlbaren 12 Uhr Punkt. Die Performance Pads sind aus Gummi, die Play/Pause-, Cue- und Sync- Tasten haben eine Metalloberfläche, alle anderen Tasten sind aus semitransparentem bzw. schwarzem Kunststoff. Fast allen Tasten sind mit LEDs in RGB hintergrundbeleuchtet. Lediglich „Shift“ und die beiden Tasten für die Beatgrid-Bearbeitung bleiben dunkel. Bis auf die Performance Pads haben alle Tasten einen sehr gut wahrnehmbaren, homogenen Druckpunkt.

Rückseite des DDJ-SR2
Mit XLR und Klinke für Master und Booth bietet der DDJ-SR2 professionelle Ausgänge. Foto: Pioneer DJ

Der DDJ-SR2 hat zwei Stereoeingänge (Phono/Line umschaltbar), einen Mikrofoneingang (1 x 6,3 mm Klinke) und drei Stereoausgänge (XLR und Cinch für den Master, 6,3 mm Klinke für den Booth-Monitor) sowie zwei Anschlüsse für Kopfhörer (6,3 mm Klinke und 3,5 mm Miniklinke). Die Buchsen für Cinch und 6,3 mm Klinke haben vergoldete Kontakte. Die Buchsen für XLR und Cinch sind mit der rückseitigen Metallwand verschraubt. Das erweckt Vertrauen auf eine langfristige Zusammenarbeit. Eine Aufnahme für ein Kensington-Schloss ist vorhanden.

4 Kommentare

  1. Tolles Teil … hab selber den SX2 und bin top zufrieden.
    Nutze den Controller aber mot VirtualDJ. Soviel ich weiss wird der SR2 auf unterstützt.

  2. Hallo allerseits,
    also ich bin nicht ganz so zufrieden mit dem Controller.
    Im Gegensatz zum Vorgänger DDJ SR oder auch DDJ SX 2, fehlt mir hier die mangelnde Kompatibilität zu Rekordbox DJ. Angesichts der Tatsache dass meiner Meinung nach nicht ganz klar ist, wohin die Reise zukünftig mit Serato DJ gehen wird, sollte Pioneer entscheiden nur noch Rekordbox Controller herzustellen, würde ich gerne eine Alternative zu Serato haben und mich nicht Serato komplett ausliefern. Leistung und Zuverlässigkeit sollten mich an Serato binden, nicht mangelnde Alternativen zu Serato DJ.
    Des Weiteren empfinde ich die neuen Schieberegler oben, mit denen zwischen den Einzelnen Decks gewählt werden kann, einen klaren Rückschritt in Richtung Museum. Runde beleuchtete Buttons für Deck 1,2,2,4 wie beim Vorgänger DDJ SR oder DDJ SX 2 sind viel besser und bequemer zu bedienen. Schieberegler lasse ich mir auf der Rückseite gefallen, wenn es darum geht die einzelnen Eingänge zu regeln, also für Funktionen die man selten baucht, aber nicht für die mehr oder weniger häufige Umschaltung zwischen den einzelnen Decks.
    Anstatt rund beleuchteter Farbringe in den Jog Wheels, hätte ich mir als Feedback ein Rundes LED Display wie beim DDJ SX 2 gewünscht.
    Das Gewicht hat sich im Gegensatz zu Vorgänger DDJ SR etwas reduziert, dafür sehe ich aber keine Fortschritte in Sachen Sound und Stand-Alone Fähigkeit.
    Wäre zuletzt noch zu erwähnen, dass ich die bei Pioneer typische Anordnung der Bedienelemente als generell störend und nicht logisch nachvollziehbar empfinde. Das rechte Deck müsste ein Spiegelbild des linken Decks sein. Stattdessen sind es zwei rechte Decks.
    Bei den CDJ´s lasse ich mir das noch gefallen, weil Pioneer sonst immer rechte und linke Einheiten produzieren müsste, aber bei einem DJ Controller aus einem Guss ist das für mich nicht nachvollziehbar.
    Alles in allem hätte ich mir als Nachfolger von dem DDJ SR einen größeren Wurf erwartet, der mir mehr gibt als unter anderem nur Key-Sync, neue Anschlüsse, farbige Pads und eine Pitch´nTime Lizenz. Dafür wartet man nicht etwa 4 Jahre auf einen Nachfolger.
    Bleibt abzuwarten was der Nachfolger von dem DDJ SX 2 bringen wird, der nun auch schon ungefähr 3 Jahre auf dem Buckel hat. Nachdem man gegen Ende letzten Jahres die Gold-Edition auf dem Markt geworfen und Pioneer seit Sommer 2017 eine Pitch´NTime Lizenz spendiert hat, so war mir relativ schnell klar, dass ein Nachfolger des DDJ SX 2 wohl länger auf sich warten lassen wird. Vermutlich wird die Entwicklung von Serato DJ 2.0 auch seinen Beitrag dazu leisten, weshalb man noch kein Nachfolger präsentieren kann oder möchte, da es wohl mit Serato 2.0 etwas zu tun hat.
    Wenn ich mir den relativ geringen Preisunterschied zwischen dem Serato DJ Controller DDJ SX 2 und dem DDJ 1000 so ansehe, dann sollte man sich definitiv für den Rekordbox DJ Controller DDJ 1000 entscheiden, der für knapp 1200 Euro in dieser Preisklasse seltenes bietet, wie z.B. Magvel Fader und eine neues Jog Wheel Display. Er ist eine Mischung aus zwei CDJ´s und ein DJM in leicht abgespeckter Form, in einem Gerät vereint. Vor allem der Preiskampf mit DENNON dürfte unter anderem dafür verantwortlich sein, weshalb Pioneer mit dem DDJ 1000 solches für einen solchen Preis anbietet bzw. anbieten kann / Muss oder möglich macht.

    MFG
    Wolle

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