DJ Hardware

Test & Video: Pioneer DJ DDJ-SX2

Pioneer DJ DDJ-SX2 Test
Pioneer DJ DDJ-SX2 Test. Foto: einfachauflegen.de

Pioneer DJ DDJ-SX2

Der DDJ-SX2 ist ein 4-Kanal Controller für und mit Serato DJ. Er arbeitet mit bis zu vier externen Zuspielern zusammen, davon können zwei auch Plattenspieler sein. Der DDJ-SX2 ist nicht nur ein Software-Controller, sondern läuft auch als eigenständiger Clubmixer, d.h. er kann externe Zuspieler und Mikrofone ohne Software und Computer-Anschluss mixen und an die Ausgänge ausgeben.

Er ist der Nachfolger des DDJ-SX, er unterscheidet sich von diesem vor allem durch neue Jog Wheels mit verbesserter Latenz, RGB-Beleuchtung der Performance Pads und drei zusätzliche Tasten zur Steuerung von Serato Flip (kostenpflichtige Erweiterung für Serato DJ, für die aber ein Gutschein in der Packung liegt). Außerdem ist er für Serato DVS vorbereitet, das als Erweiterungspack dazu gekauft werden kann (und sicherlich auch für das entsprechende DVS Plus Pack von rekordbox 4, das Pioneer DJ demnächst auch anbieten möchte).

Da es bereits mehrere Tests gibt, in denen der DDJ-SX2 mit Serato DJ vorgestellt wurde, haben wir ihn mit rekordbox 4.0.1 und dem Plus Pack rekordbox dj am Mac mit OS X 10.10.5 getestet. Somit ist unser Artikel auch interessant für DJs, die den DDJ-SX2 bereits haben und überlegen, auf rekordbox dj als DJ Software umzusteigen.

Auspacken / Erster Eindruck

Seine schwarze Arbeitsoberfläche aus Aluminium ist mit zahlreichen kleinen Kreuzschlitzschrauben befestigt. Das gibt ihm einen technischen Eindruck. Die Oberfläche selbst ist vollständig und gut ablesbar beschriftet. Lediglich die schwarze, grau invertierte Schrift für die zweite Funktionsebene für fast alle Tasten, die über Shift zu erreichen ist, ist bei wenig Licht etwas schwierig zu erkennen.

Pioneer DJ DDJ-SX2
Die Arbeitsoberfläche des Pioneer DJ DDJ-SX2 bietet Platz für viele Bedienelemente. Foto: Pioneer DJ

Mit 66 cm ist der DDJ-SX2 richtig breit. Auch in der Tiefe belegt er mit über 34 cm ordentlich Platz. Trotz Kunststoffgehäuse bringt er knapp sechs Kilogramm auf die Waage.

Ein paar Funktionen benennt Pioneer DJ bei seinen Geräten anders als viele anderen Hersteller. So steht „Trim“ für „Gain“, also die Anpassung des Kanal-Eingangssignals. „Tempo“ heißt woanders „Pitch“, also das Ändern der Abspielgeschwindigkeit eines Tracks. Davon abgesehen findet sich jeder, der schon einmal mit einem klassischen Controller oder einem Mischpult und DJ CD-Spielern gearbeitet hat, sofort zurecht mit den Grundfunktionen des DDJ-SX2.

Bis auf die Hartplastik-Encoder für Filter und Browse sind alle anderen Drehregler gummiert. Der Browse- und die Beats-Encoder sind gerastert, alle anderen Drehregler kommen ohne Rasterung daher und laufen schön satt. Die Encoder der EQs und Filter sowie für den Kopfhörer-Mix haben einen gut fühlbaren 12 Uhr Punkt. Die Performance Pads sind aus Gummi, die Play/Pause-, Cue- und Sync- Tasten haben eine Metalloberfläche, alle anderen Tasten und die Kappen der Schieberegler sind aus semitransparentem bzw. schwarzem Kunststoff. Allen Tasten gemein ist, dass sie mit LEDs in RGB hintergrundbeleuchtet sind. Bis auf die Performance Pads haben alle Tasten einen sehr gut wahrnehmbaren, homogenen Druckpunkt.

Pioneer DJ DDJ-SX2 Rückseite
Der Pioneer DJ DDJ-SX2 bietet Anschluss für vier externe Zuspieler und vollständige und hochwertige Anschlüsse für die Ausgänge. Foto: Pioneer DJ

Der DDJ-SX2 hat vier Stereoeingänge (2x Phono/Line, 2x CD), zwei Mikrofoneingänge (1 x Kombi-Buchse XLR / 6,3 mm Klinke, 1 x 6,3 mm Klinke) und drei Stereoausgänge (XLR und Cinch für den Master, 6,3 mm Klinke für den Booth-Monitor) sowie zwei Anschlüsse für Kopfhörer (6,3 mm Klinke und 3,5 mm Miniklinke). Die Buchsen für Cinch und 6,3 mm Klinke haben vergoldete Kontakte. Die XLR-Buchse fürs Mikrofon ist nicht verriegelbar, die XLR-Stecker an den Buchsen des Masterausgangs rasten aber sauber klickend ein.