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Was Du als DJ beim Einsatz von Nebelmaschine und Hazer wissen musst

Mann mit Nebel aus den Ohren. Foto: Alessandro2802 / Shutterstock
Mann mit Nebel aus den Ohren. Foto: Alessandro2802 / Shutterstock

Der Einsatz von Dunst- und Nebelmaschine erfreut sich großer Beliebtheit, sie dem Raum eine ganz eigene Atmosphäre geben und Licht- und Laserstrahlen in der Luft effektvoll sichtbar machen. Du solltest aber nicht einfach drauflos nebeln oder dunsten, sondern wissen, worauf zu achten ist. In diesem Artikel schreibt unser Gastautor Berny, der nicht nur engagierter DJ, sondern im Hauptberuf bei der Feuerwehr der Bundeswehr arbeitet, auf was Du als DJ achten solltest.


In diesem Artikel möchte ich Dich zum Thema „Rauchmelder bzw. Brandmelder“ beim Einsatz von Nebelmaschine (Fogger) und Dunsterzeuger (Hazer) sensibilisieren.

Wie Du wahrscheinlich bereits mitbekommen hast, müssen nach der Bauverordnung gewisse Brandschutz-Kriterien erfüllt werden. Dazu gehört zum Beispiel auch die Installation von Rauch- bzw. Brandmeldern.

Nebelmaschine. Foto: nikkytok / Shutterstock
Nebelmaschinen und Dunsterzeuger (Hazer) sind beliebt um Lichtstrahlen sichtbar zu machen. Foto: nikkytok / Shutterstock

 

Arten von Brandgas- oder Rauchgasmeldern

Es gibt drei Arten, in die man Rauch- und Brandmelder unterteilt:

  • Automatische Brandmelder
  • nicht-automatische Brandmelder
  • Rauchwarnmelder

Zuerst stelle ich euch die drei Kategorien vor.

Automatische Brandmelder

Brandmeldeanlage. Foto: Magnus Mertens / CC BY-SA 2.0
Schematische Darstellung einer automatischen Brandmeldeanlage mit automatischen und nicht-automatischen Brandmeldern. Foto: Magnus Mertens / CC BY-SA 2.0

Die Kategorie 1 sind die am häufigsten in Veranstaltungsräumen, Hotels, Seniorenheimen und anderen Sonderbauten verbaut. Automatische Brandmelder warnen bei Bränden in der Entstehungsphase frühzeitig. Beim Auslösen wird vor Ort durch optische und akustische Signale gewarnt, meist sind diese Melder Teil einer Brandmeldeanlage (BMA). Die BMA sendet dann automatisch die Alarmierung an die Rettungsleitstelle. Im Ernstfall wirklich praktisch – wenn auf Deiner Party durch Dunst oder Nebel ausgelöst, bedeutet das für das Fest meist das Ende und die Fehlalarmierung kann richtig Geld kosten!

Nicht-automatische Brandmelder

Nicht-automatischer Brandmelder. Foto: blickpixel / Pixabay.com
Ein nicht-automatischer Brandmelder, wie er in öffentlichen Gebäuden installiert ist. Foto: blickpixel / Pixabay.com

Die Kategorie zwei macht uns auf Veranstaltungen keine Probleme! Nicht automatische Brandmelder kennt jeder von uns. Diese müssen manuell betätigt werden damit die BMA die örtlichen Warnsignale einschaltet und ein Signal an die Rettungsleitstelle sendet. Eine bestätigter Handfeuermelder kann nur durch einen zugelassenen Techniker oder durch die Feuerwehr zurück gestellt werden. So soll der Missbrauch verhindert werden, welcher strafbar ist.

Rauchwarnmelder

Die Kategorie 3 sollte spätestens seit dem 01.01.2016 jeder kennen. Bis auf kleine Ausnahmen gilt auch für Bestandsbauten in ganz Deutschland eine Pflicht für Rauchwarnmelder (auch für private Haushalte).

Rauchmelder. Foto: Inga Nielsen / Shutterstock
Rauchmelder. Foto: Inga Nielsen / Shutterstock

Neben Rauchwarnmeldern gibt es noch Wärmemelder, moderne Geräte vereinen beide Funktionen. Im Gegensatz zu Brandmeldern, die über Brandmeldeanlagen Brandausbrüche an die Feuerwehr melden sollen, haben die Rauchwarnmelder die vorrangige Aufgabe, Personen, die sich in Räumen aufhalten, vor etwaigen Bränden und Rauchgasen zu warnen. Besonders schlafende Personen sind gefährdet, einen Brand nicht im Anfangsstadium zu bemerken und können insbesondere durch Rauchgase leicht zu Schaden kommen. Die Rauchwarnmelder dienen also vorrangig dem Personenschutz, weniger dem Sachschutz.Die Rauchwarnmelder sind in der Regel nicht mit der Feuerwehr verbunden, geben aber über einen langen Zeitraum einen SEHR lauten Warnton ab. Das ist besonders dann blöd, wenn ein Rauchmelder zum Beispiel im Treppenhaus an der Decke hängt und nur mit überlangen Leitern zum Abschalten zu erreichen ist.

Wenn Ihr also in einer Privatwohnung auflegt und der Gastgeber Dunst oder Nebel möchte, bittet den Gastgeber seine Rauchwarnmelder vor der Party abzuhängen bzw. die Batterien zu entfernen und sie nach der Party wieder funktionsfähig an der Decke zu installieren.