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Weltpremiere Allen & Heath Xone:PX5

Allen&Heath Xone:PX5 in der Kantine des Berghain Berlin. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen.de
Allen&Heath Xone:PX5 in der Kantine des Berghain Berlin. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen.de

Allen & Heath hat heute Nacht wie angekündigt in der Kantine des Berliner Berghain den Schleier über dem Xone:PX5 gelüftet.

Zunächst einmal – es ist ein analoges 4+1 Kanal Mischpult mit digitalen Erweiterungen. Das Filter ist Allen & Heath-typisch analog und kommt mit Resonanz-Kontrolle. Die Xone:FX hat er als digitale Effekte an Bord, ebenso ein performantes BPM-Management sowie MIDI-Fähigkeiten. Die EQs sind im Gegensatz zu den Top DJ-Mixern von Allen & Heath dreibandig.

Arbeitsoberfläche des Allen & Heath Xone:PX5. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen.de
Die aufgeräumte Arbeitsoberfläche des Allen & Heath Xone:PX5. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen.de

Gezeigt wurden zwei Prototypen, auf einem weiteren haben DJs aufgelegt und für entspannte elektronische Musik gesorgt. Allen & Heath hat die Vorstellung genutzt, Feedback von DJs einzusammeln, das noch in die letzte Abstimmung der Geräte-Software einfliessen soll.

Der Xone:PX5 bietet:

  • 4+1 Kanal (der fünfte Kanal kann wahlweise Mikrofon oder Line bedienen)
  • Interne Xone:FX Engine
  • Klassisches Xone VCF-Filter (HBF, BBF, LPF und Resonanzkontrolle)
  • Jeder Kanal wahlweise für Phono, Line oder USB nutzbar
  • neu entwickelte interne 20-Kanal Soundkarte (24 bit / 96 KHz)
  • Fader nach Vorgaben von Allen & Heath modifiziert
  • Send/Return und Master Inserts für externe Effekte (Line oder Hi-Z)
  • Separater Mikrofon / Aux Input / USB Kanal mit Peak Anzeige
  • 3-Band EQ auf allen 4+1 Kanälen
  • MIDI Sync / Ausgang
  • Record Ausgang
  • 2 Erdungsanschlüsse für Plattenspieler
  • X:Link zur Anbindung der K-Controller

Erster Eindruck vom Xone:PX5

Der Mixer ist solide verarbeitet, er bringt ordentliches Gewicht auf die Straße und er ist sehr umfangreich ausgestattet. Dabei ist er klar gezeichnet und sehr strukturiert aufgebaut. Auf Mehrfachbelegungen wurde weitgehend verzichtet.  Wer schon einmal mit einem DJM gearbeitet hat, findet sich auf dem Xone:PX5 schnell zurecht. Gegenüber dem Xone:92 und vor allem dem Xone:DB4 ist die Komplexität deutlich reduziert.

Trotzdem bietet der Xone:PX5 Pre/Post Schalter für die internen Xone:FX, die Möglichkeit der Effektzuweisung entweder für einzelne Kanäle, alle Kanäle zusammen oder das Mastersignal sowie das Einschleifen externer Effektgeräte. Er bietet die Möglichkeit in jedem Kanal und beim Master-Signal die interne Effektbearbeitung mit extern eingeschleiften Geräte zu kombinieren.

Beachtenswert sind die gute BPM-Erkennung und extrem kurze Latenzen bei der digitalen Verarbeitung. Der Xone:PX5 hat eine eigene MIDI-Clock, die von der BPM-Erkennung gefüttert wird. So lassen sich z.B. angeschlossene Beat-Maschinen oder Effektgeräte einfach auf den Takt der Musik synchronisieren. Darüber hinaus glänzt der Mixer mit umfangreichen Anschlussmöglichkeiten.

Absolut super sind die extrem gut ablesbaren LED-Ketten der Kanäle und für Master. Hier wurde nicht wie sonst überall üblich mit grün-roten LEDs gearbeitet, sondern grün und blau (alle rot-grün-Blinden Männer werden es A&H danken). Das Display für die BPM-Anzeige und die Auswahl/Anzeige der Effekte ist knackscharf, könnte allerdings größer sein.

Die Anzeige für BPM und Effekte ist sehr scharf, allerdings recht klein. Foto: Andreas Paul / einfach auflegen
Die Anzeige für BPM und Effekte ist sehr scharf, allerdings recht klein. Foto: Andreas Paul / einfach auflegen

Zwei Kopfhörerausgänge sind auf der Oberfläche des Mixers vorne links angeordnet, einmal große und einmal kleine Klinke. Die Kurven für Fader und Crossfader lassen sich in drei Stufen anpassen.

Der Allen&Heath Xone:PX5 ist class-compliant, braucht also für den Mac keine Treiber. Diese sind nur bei Windows-Systemen notwendig.

Anschlussmöglichkeiten für externe Effekte beim Xone:PX5. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen.de
Anschlussmöglichkeiten für externe Effekte beim Xone:PX5. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen.de

Richtig umfangreich sind die Anschlussmöglichkeiten: Jeder Kanal ist als Phono, Line oder „USB“ zu konfigurieren. Mit der letzten Option lässt sich der Xone:PX5 für DVS nutzen. Wenn ich es bei der lauten Musik richtig verstanden habe, werden so die Eingangssignale an den Rechner weitergereicht, um dort die Software zu steuern.

Auch die Eingänge der Kanalzüge sind umfangreich ausgestattet. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen
Auch die Eingänge der Kanalzüge sind umfangreich ausgestattet. Foto: Andreas Paul / einfachauflegen

Wann und wie viel

Der Xone:PX5 wird ohne DJ-Software geliefert. Eine DVS-Zertifizierung anderer Anbieter hat er aktuell (noch?) nicht. Auch steht noch nicht fest, welche Mappings Allen & Heath zum Start fertig hat.

Lieferbar soll der Xone:PX5 im September sein. Der genaue Preis steht noch nicht fest, durch den Brexit gibt es aktuell ja bekanntlich heftige Verwerfungen bei den Wechselkursen von britischem Pfund und Euro zu US-Dollar. Angestrebt wird wohl ein Preis von 1399 € UVP.

Was meinst Du zum neuen Mixer von Allen&Heath? Tolle Ergänzung des Programms? Angriff auf die DJMs von Pioneer DJ? Oder kalter Kaffee? Schreib mir Deine Meinung in die Kommentare …

 

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