Erfolg & Business

Wie du als Hochzeits-DJ richtig durchstartest – Interview mit Markus Rosenbaum

Für den Erfolg eines Hochzeits-DJs ist ein gutes Netzwerk wichtig

Wenn ich das richtig sehe, hast du neben deiner Webseite aber auch ein wirklich großes Netzwerk an Hochzeitsdienstleistern aufgebaut?

Markus: Das bringen natürlich die Hochzeiten selbst schon mit sich. Wenn man auf einer Hochzeit ist, wo ein Hochzeitsplaner oder ein Fotograf oder Videograf im Einsatz ist. Da vor Ort Visitenkarten auszutauschen ist natürlich das Naheliegende. Ich habe den Eindruck, dass viele DJs das Netzwerken zu reduziert sehen. Oder eventuell nur mit anderen DJs Netzwerken, was natürlich schön ist, weil man sich natürlich auch gegenseitig unterstützen kann. Ich bin da zum Beispiel auch keiner, der da allzu großes Konkurrenzdenken hat, weil meine Auftragslage natürlich wirklich richtig gut ist. Das habe ich aber auch schon gesehen als es noch nicht in dem Ausmaß gegeben war.

Aber es kommt natürlich relativ selten vor, dass ein DJ gefragt wird: kannst du mir mal einen anderen guten DJ empfehlen. Es sei denn, er wurde angefragt und er kann an dem Tag nicht. Aber es kommt aus meiner Sicht zum Beispiel ständig vor, dass Fotografen, die auch einen riesigen zeitlichen Vorlauf haben, gefragt werden: Hast du nicht mal einen guten Tipp für einen guten DJ. Und zum Beispiel in diese Richtung auch gut vernetzt zu sein, ist aus meiner Sicht elementar. Es wird aber von vielen zu sehr vernachlässigt.

Allgemein habe ich den Eindruck, dass DJs sich ganz gut online vernetzen. Aber offline ist das relativ überschaubar . Ich gehe seit vier Jahren regelmäßig auf Hochzeitsdienstleister-Treffen. Wenn sich zum Beispiel in Köln dann 100 Dienstleister treffen, sind die zusammengesetzt aus 10 Hochzeitsplanern, 10 Floristen, 50 Fotografen, fünf freien Rednern etc. Und am Ende ein Hochzeits-DJ – und das war ich. Das wandelt sich jetzt so ein bisschen, weil auch ein paar erkennen, es macht einfach Sinn sich offline vernünftig zu vernetzen.

Bist du denn sozusagen der geborene Netzwerker? Hast du in deinem alten Job auch viel Networking gemacht? Oder hast du dir das erst angeeignet, weil du erkannt hast, dass es als Hochzeits-DJ wichtig ist?

Markus: Sagen wir mal so: Ich habe BWL mit Schwerpunkt Marketing studiert, so dass mir der Bereich Marketing schon mal nahe liegt. Was das Networking betrifft, ist das glaube ich auch eine Persönlichkeitsfrage, ob einem so etwas liegt oder nicht. Wenn man eher nicht zurückhaltend ist, ist es etwas, was man vielleicht eher entwickeln kann. Im Anschluss ans Studium war ich halt immer in Jobs tätig, wo auch viel Verkauf gefragt war. Ich war bei Microsoft tätig und habe bei vielen Agenturen präsentiert. In dem Fall war das Werbung in Videospielen. Und das habe ich bei Media-Agenturen präsentiert.

Das ganze Thema liegt mir schon irgendwie. Aber ich würde sagen: auch das ist keine Kunst. Es geht darum, rauszugehen und es einfach zu machen – und auch verknüpft zu denken. Oder einmal international zu schauen. Wobei ich sagen muss, selbst wenn ich mir amerikanische oder skandinavische Webseiten ansehe, muss ich sagen, alle kochen nur mit Wasser. Jeder kann das hinkriegen, was ich umgesetzt habe, wenn er denn dazu bereit ist einen entsprechenden Zeitaufwand beizusteuern.

Du bist ja Vollzeit-DJ im wahrsten Sinne des Wortes, wenn ich das richtig beobachte. Wie viel Zeit verbringst du als Hochzeits-DJ denn mit dem Netzwerken?

Markus: Das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich würde sagen, ich stecke einen Stundenaufwand abseits des Auflegens von etwa 35 Stunden pro Woche in mein Business was aber mittlerweile auch diverse andere Bereiche abdeckt. Wie du ja weißt, gebe ich ja auch Workshops für DJs oder mache auch Einzel-Coachings.

Ich bin aber nicht derjenige, der auf die Stoppuhr drückt und sagt ich habe jetzt 10 Minuten das und das gemacht. Ich kann das nicht so genau differenzieren, wie viel Zeit ich generell in das Netzwerk stecke. Wenn ich z.B. auf einer Hochzeit bin, sind das drei Handgriffe zu sagen: hey, du bist der Fotograf, gib mir mal eine Visitenkarte, vielleicht willst du ja mal 5 Tipps für Fotografen auf meinem Blog platzieren. Lass uns mal in Kontakt bleiben. Oder mal die Location fragen, ob ich mal einen kleinen Location Check auf meiner Website präsentieren soll. Das sind Inhalte, die für Brautpaare interessant sind. Es geht wieder nur darum, es einfach zu machen.

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