Erfolg & Business

Wie du als Hochzeits-DJ richtig durchstartest – Interview mit Markus Rosenbaum

Das heißt aber letztendlich auch, dass es nicht möglich ist, das parallel zu einem Vollzeitjob, den du vorher auch ausgekleidet hattest, zu machen?

Markus: Naja, Ich spiele halt 120 Abende im Jahr. Das ist etwas, was man nur hinbekommt, wenn man es hauptberuflich macht.

Du bietest seit diesem Jahr auch Marketing Workshops für Hochzeits-DJs an. Wie ist dein erster Workshop gelaufen?

Markus: Der erste Workshop ist super gelaufen. Das Feedback war sehr sehr gut. Die Akquise der Teilnehmer war allerdings schwieriger, als ich mir das eigentlich vorgestellt hatte. Das liegt glaube ich tatsächlich daran , dass die Leute kein Vorstellungsvermögen haben, was möglich ist, wenn man den Markt konsequent bedient. Viele tummeln sich also in der Gegend zwischen 300 und 800 Euro und denken, dass spätestens bei 1.000 € eine Grenze ist, die man nicht durchbrochen bekommt. Was aber definitiv falsch ist. Ich kommuniziere einen Startpreis von 1.200 € auf meiner Webseite und da ist nicht ein Teil Technik dabei. Und ich bekomme halt diese zahlreichen Anfragen. Der Markt ist da, mehr als 1.000 € für einen guten DJ mit Technik etc. auszugeben.

Wie ist es denn den Teilnehmern seitdem ergangen? Wie haben sie sich entwickelt?

Markus: Sehr schön für mich: Zwei Teilnehmer haben jetzt aus dem Workshop im März in Düsseldorf gerade ihre neue Website online gebracht. Einmal Joshua Stehnken aus Köln und einmal Dennis Rixen aus Mönchengladbach. Aus meiner Sicht sind das beides sehr gute Websites geworden und die beiden haben vieles berücksichtigt, was ich damals erzählt habe. Es ist immer schön zu sehen, wenn Teilnehmer Dinge umsetzen. Ich weiß von beiden, dass das Hochzeitsthema, seitdem sie Dinge entsprechend umgesetzt haben, das Ganze umsatzseitig sehr interessant entwickelt hat. Sowohl was die Anzahl der Bookings angeht, als auch was die Höhe der Gage angeht.

Workshops für Hochzeits-DJs

Jetzt bietest du im Herbst wieder zwei Workshops an. Einen in Düsseldorf und einen in Hamburg. Was hast du im Konzept und Inhalt verändert in Bezug auf den ersten Workshop?

Markus: Das Konzept ist grob das Gleiche. Ich setze ein bisschen andere Akzente. Es gibt aus meiner Sicht einfach Themen, die sich weiterentwickeln und deswegen noch mehr Bestandteil werden sollen. Obwohl das Thema Podcast immer noch in den Anfängen steckt in Deutschland, finde ich das hochspannend. Dem Thema Podcast werde ich ein bisschen mehr Raum verschaffen in dem Workshop. Und ich habe gemerkt, dass der Workshop im März zeitlich etwas knapp war. Der war damals mit sieben Stunden angesetzt und ist jetzt mit acht Stunden angesetzt, aber danach werden wir trotzdem noch zusammensitzen und weitersprechen. Man wird nicht um 18:00 Uhr Uhr rausgeschmissen. Der Workshop selbst ist nun eine Stunde länger, so dass ich noch mehr Inhalte vermitteln kann.

Ist es so, dass Markus Rosenbaum dann 8 Stunden vor der Flipchart steht und doziert?

Markus: Natürlich nutze ich einen Flatscreen oder Beamer für die Präsentation und das Ganze hat einen roten Faden. Ich erzähle tatsächlich auch viel links und rechts um die Charts herum. Das ist nicht so, dass ich ein Chart auflege und es kommen dann sieben Bullet Points, die ich dann vorlese. Es ist eben kein Monolog. Vielmehr gehe ich natürlich immer auf die Fragen und Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer ein. Ich schicke auch schon vor dem Workshop eine Mail an die Teilnehmer. So können sie mich auf die Dinge hinweisen, die Ihnen besonders wichtig sind. So gesehen ist jeder Workshop auch individuell auf die Teilnehmer am jeweiligen Tag zugeschnitten.

Im Workshop schaue ich auch kurz auf den gesamten Hochzeitsmarkt und dessen Entwicklung. Ich gehe auf Trends ein, die jetzt gerade angesagt sind. Natürlich spreche ich über sämtliche Kommunikationskanäle – von Facebook über Instagram bis Podcast. Das Blog-Thema ist ein großes; Ich gehe auf technische Themen ein in einem gewissen Ausmaß, ich gehe auf Werbemaßnahmen ein, da aber mehr auf das Thema Facebook, weil ich von dem Thema Adwords nicht so viel halte. Es geht mehr darum, die Website und die ganze Kommunikation so zu optimieren, dass man auf bezahlte Werbemaßnahmen nahezu verzichten kann. Weil das aus meiner Sicht auch einen deutlich höheren Mehrwert für das Brautpaar darstellt.

Übrigens sind es aus meiner Sicht die Paare, die einen deutlichen Mehrwert geliefert bekommen haben, die bereit sind, dann auch andere Preise zu bezahlen, als jemand der einen Klick auf eine Google Anzeige gemacht hat. Übrigens 9 von 10 DJs, die eine Google Anzeige geschaltet haben, kommunizieren auf ihrer Anzeige schon ihre Dumpingpreise. Das ist aus meiner Sicht betriebswirtschaftlicher Wahnsinn. Aber das ist ein Thema, auf das ich nicht einsteigen möchte.

Kommentiere den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.