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Wie finde ich den passenden DJ-Mixer?

Mix DJ

Mix Djs zeichnen sich eher durch lange Übergänge mit weniger Cuts aus. Sie setzen mehr auf eine feinere Lautstärken- und Klangregelung. Dem entsprechend sind lange und griffige Kanalfader oder auch Rotary-Fader bei Mix DJs gern gesehen. Bei der Klangregelung setzen sie mindestens auf einen 3-Band EQ und gerne auch auf einen Hoch- und Tiefpass Filter pro Kanal. Profi Mix DJs nutzen gerne mehrere Zuspieler gleichzeitig, weshalb sie gerne mit 4 oder mehr Kanälen arbeiten. Sofern Du ohne Software arbeitest, sind Onboard Effekte im DJ-Mixer geeignete Tools, um Übergänge und Breaks individuell zu gestalten.

Günstige 4-Kanaler: Behringer DJX-Serie, Numark M6, Reloop RMX-60

Profi 4-Kanaler: Pioneer DJM-900NXS, Allen & Heath Xone 92/DB4/DB2/43, Rane Sixty Eight, Sixty Four, MP2015

Numark M6 USB. Foto: Numark
Der Numark M6 USB ist ein Einsteiger-Mischpult für Mix-DJs. Foto: Numark

Die Basics fürs Mixing

Fürs Beatmatching und Mixing benötigst Du anfangs nicht viele Features an einem Mixer. Die Basisausstattung eines Mixers, um mit dem Auflegen anzufangen, besteht aus meiner Sicht aus:

  • 2 Kanäle mit entsprechenden Lautstärke-Reglern (meist Fader)
  • 2- oder 3-Band Equalizer pro Kanal
  • Gain/Trim Regler pro Kanal
  • VU-Meter pro Kanal (LED-Kette), um eine optische Rückmeldung für die Lautstärke der Decks zu haben.

Effekte, MIDI-Steuerelemente wie Triggerpads oder sonstige Regler sind erst mal für den Einstieg Nebensache.

Ein- und Ausgänge

Wenn Du gleichzeitig nur 2 Tracks zusammen mixen möchtest reicht auch schon ein 2-Kanal Mixer. Damit kannst Du in den meisten Fällen 2 CD-Player und 2 Plattenspieler anschließen (2x Line, 2xPhono Eingang). Möchtest Du noch weitere Signalquellen mixen ohne ständig umzuschalten oder sogar im Team auflegen, brauchst Du wahrscheinlich mehr Kanäle. Und wenn Du im Team auflegst, wären 2 Kopfhörerausgänge von Vorteil, damit man sich nicht einen Kopfhörer teilen muss.

In der Regel sind an DJ-Mixer Ausgängen Cinch, große Klinke oder XLR Anschlüsse verbaut. Je nach dem, wo und an was man den Mixer anschließt, sollte auf das Vorhandensein bestimmter Anschlüsse geachtet werden. Zu Hause, für die Stereo-Anlage oder Desktopboxen, werden meist Cinch-Anschlüsse benötigt. Im Club oder auf Events nimmt man meist XLR-Anschlüsse. Sofern der DJ-Mixer noch mal an einen Hauptmixer angeschlossen wird, kommen auch schon mal große Klinken-Anschlüsse zum Einsatz. Cinch Anschlüsse sind grundsätzlich unsymmetrisch. XLR-Anschlüsse sind immer symmetrisch und besitzen eine dritte Ader, um Signalstörungen zu unterbinden. Bei größeren Soundsystemen nutzt man deshalb symmetrische Ausgänge. Große Klinke-Anschlüsse können beides sein.

(Mehr über die verschiedenen Anschlüsse erfährst Du im Artikel „Die 5 Stecker, die jeder DJ kennen sollte„.)

Wenn Du Deinen Mix aufnehmen möchtest, sollte der DJ-Mixer einen Rec-Out Anschluss besitzen. Es gibt aber auch Mixer, die einen USB-Anschluss verbaut haben, um das Mastersignal direkt digital an einen Rechner zu senden.